In Kärnten, einem malerischen Landstrich in Österreich, ist das Thema Verkehrssicherheit von großer Bedeutung. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ist bei jedem vierten tödlichen Verkehrsunfall überhöhte Geschwindigkeit verantwortlich. Jährlich verzeichnet Kärnten im Durchschnitt 570 Verletzte und acht Tote durch Verkehrsunfälle, die oft durch rasante Fahrweise verursacht werden. Zu hohe Geschwindigkeit erhöht nicht nur die Unfallgefahr, sondern auch das Risiko, bei einem Unfall zu sterben. Um dem entgegenzuwirken, misst das KFV seit 1994 die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen, um präventive Maßnahmen abzuleiten. Im Jahr 2025 wurden in Österreich rund 4900 Pkw erfasst, die mehr als 50 km/h zu schnell unterwegs waren. Darunter waren 1800 Fahrzeuge, die über 60 km/h und 600 Fahrzeuge, die über 70 km/h zu schnell fuhren. Das KFV fordert zudem einen einheitlichen Strafenkatalog und die Aufnahme von Geschwindigkeitsdelikten in das Vormerksystem, um das Fahrverhalten nachhaltig zu verbessern. Quelle

Ein Blick über die Grenze nach Deutschland zeigt, dass auch hier das Thema Verkehrssicherheit von hoher Relevanz ist. Im Jahr 2024 starben in Deutschland 2.770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, was einem Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahl ist sogar um 9 Prozent niedriger als vor der Covid-19-Pandemie im Jahr 2019. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) verfolgt mit seiner „Vision Zero“ das ambitionierte Ziel, keine Toten im Straßenverkehr zuzulassen. Verkehrssicherheit wird als gesamtgesellschaftliches Anliegen betrachtet und erfordert die Zusammenarbeit von Staat und Gesellschaft. Der „Pakt für Verkehrssicherheit“, der 2021 ins Leben gerufen wurde, stellt eine gemeinsame Strategie dar, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Jährlich stellt das BMV etwa 15 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung, um gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu minimieren. Weitere Informationen sind in der „Förderrichtlinie für Aufklärungsmaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit“ zu finden. Quelle

Strategien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern, verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 % zu reduzieren. Dies steht im Einklang mit der Vision Zero, die darauf abzielt, jegliche Verkehrstoten zu vermeiden. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind vielfältig und betreffen alle Verkehrsteilnehmer – seien es Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer. Der Pakt für Verkehrssicherheit und das Verkehrssicherheitsprogramm des BMV sind zwei zentrale Strategien in diesem Zusammenhang. Technologische Lösungen, Bildungsinitiativen und gesetzliche Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Unfallvermeidung. Zudem sind Infrastrukturverbesserungen notwendig, um potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und zu minimieren.

Der jährliche Verkehrssicherheitsbericht bietet wertvolle Einblicke in die Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit. Zu den Maßnahmen zählen gesetzliche Regelungen, Aufklärungskampagnen sowie moderne Technologien wie Fahrerassistenzsysteme, die helfen, Unfälle zu vermeiden. Auch die Straßeninfrastruktur wird durch den Bau sicherer Radwege und die Verbesserung der Sichtbarkeit von Verkehrszeichen optimiert. Forschung zur Verkehrssicherheit analysiert Unfallursachen und unterstützt die Entwicklung präventiver Maßnahmen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Zahl der Unfälle und Verletzten in den letzten Jahren gesenkt werden konnte. Die Vision Zero wird aktiv von der Bundesregierung unterstützt, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Quelle