Am Sonntagnachmittag, dem 15. Februar, ereignete sich ein schwerer Unfall in den Bergen der Gemeinde Techelsberg, als ein 71-jähriger Mann aus Deutschland beim Gipfelkreuz des Hohen Gallin stürzte. Der Vorfall wurde gegen 13:40 Uhr gemeldet und fand in einer Höhe von 1.046 Metern statt. Bei dem Sturz zog sich der Mann schwere Verletzungen zu und musste vom Rettungshubschrauber C11 mittels Tau geborgen werden. Im Anschluss wurde er in das Unfallkrankenhaus Klagenfurt geflogen, wo er nun medizinisch versorgt wird (Quelle).

Solche Unfälle sind keine Seltenheit in den Alpen. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Berichte über tragische Abstürze und Lawinenunglücke. Beispielsweise verunglückte ein 22-jähriger Eiskletterer aus Oberallgäu am 9. Februar 2026 tödlich bei einer Tour. Auch in Norditalien kam es in der gleichen Zeit zu einer Lawinenserie, die fünf Menschen das Leben kostete und zahlreiche Verletzte zur Folge hatte. Experten warnen vor einer extrem instabilen Lawinensituation in den Alpen (Quelle).

Die Gefahren des Bergsports

Das Bergsteigen und Wandern birgt viele Risiken, die oft unterschätzt werden. Besonders im Winter sind Wanderer und Skitourengeher gefährdet, wenn sie sich in den Bergen bewegen, ohne die Bedingungen ausreichend zu beachten oder in geeigneter Kleidung unterwegs sind. Diese Gefahren werden durch die zunehmende Erschöpfung der Bergsportler verstärkt; immer mehr Menschen rufen die Bergrettung, auch wenn sie nicht verletzt sind, sondern nur unsicher oder erschöpft. Oftmals sind es Männer über 50, die körperlich anstrengende Touren unternehmen und dabei in Not geraten (Quelle).

In den letzten Jahren zeigt sich ein Anstieg der Einsätze von Bergrettern in den Alpen. So leisteten die Bergretter in Österreich zwischen Mai und September 2025 insgesamt 3.674 Einsätze, was etwa 200 mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre entspricht. In den Bayerischen Alpen waren es 3.041 Rettungen, wobei die häufigsten Einsätze rund um die Zugspitze stattfanden. Die zunehmende Zahl an Bergunfällen hat auch zur Folge, dass die Rettungsorganisationen, die meist ehrenamtlich arbeiten, regelmäßig trainieren müssen, um in Einsätzen effektiv und schnell handeln zu können.

Klimawandel und steigende Risiken

Der Klimawandel hat die Gefahren in den Bergen erhöht. Durch den Rückgang des Permafrosts kommt es vermehrt zu Steinschlägen und anderen instabilen Bedingungen. Viele Bergsportler sind sich dieser Risiken oft nicht bewusst, da soziale Medien die Gefahren nicht ausreichend thematisieren. Auch von Hüttenwirten wird berichtet, dass Gäste häufig mit unzureichender Ausrüstung und mangelhafter Tourenplanung in die Berge aufbrechen. Dies führt nicht selten zu gefährlichen Situationen und Notrufen an die Bergrettung (Quelle).

Die tragischen Ereignisse, wie der Sturz des 71-jährigen Wanderers, verdeutlichen einmal mehr die Wichtigkeit von Achtsamkeit und Vorbereitung beim Bergsport. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl die Bergsportler als auch die Verantwortlichen in der Rettung weiterhin auf die Sicherheit und die richtige Ausrüstung ihrer Gäste achten.