Am 13. Februar 2026 ereignete sich ein tragischer Vorfall in Reifnitz, Kärnten, bei dem ein 46-jähriger rumänischer Forstarbeiter tödlich verunglückte. Der Unfall geschah während Waldarbeiten gegen 13:30 Uhr, als der Mann aus bislang unbekannten Gründen in einen Gefahrenbereich eindrang und von einem fallenden Baum getroffen wurde. Trotz der schnellen Reaktion von Notarzthubschrauber C12 und weiteren Einsatzkräften, darunter Polizeibeamte der PI Reifnitz sowie Feuerwehrleute aus Reifnitz und Keutschach, konnte dem Mann nicht mehr geholfen werden. Er verstarb tragischerweise an der Unfallstelle.
Bei diesem Vorfall fällte ein 35-jähriger Kollege einen Baum mit einem Stammdurchmesser von etwa 40 cm. Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang eingeleitet. Insgesamt waren 28 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 11 Mitglieder der Bergrettung Klagenfurt vor Ort, um schnellstmöglich zu helfen. Auch das Arbeitsinspektorat war involviert, um die Sicherheitsstandards zu prüfen.
Unfallverhütung in der Waldarbeit
Die Tragödie wirft ein Licht auf die Gefahren, die mit der Waldarbeit verbunden sind. Witterungseinflüsse wie Hitze, Kälte oder Wind sowie das natürliche Gelände mit seinen Stolperfallen erhöhen das Risiko von Forstunfällen erheblich. Laut der SVLFG sind gefährliche Arbeiten mit Werkzeugen und Maschinen, sowie die hohen Massen und die frei werdende Energie von fallenden Bäumen, ständige Gefahren.
Um solche Unfälle zu vermeiden, ist es wichtig, dass Forstarbeiter über ausreichende körperliche und geistige Fitness verfügen und gut ausgebildet sind. Aufmerksamkeit auf Gefährdungen und überlegtes Handeln sind unerlässlich. Unfälle können durch konsequente Maßnahmen und regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeitenden verhindert werden. Die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften (VSG) hat dabei Gesetzeskraft und trägt maßgeblich zur Sicherheit im Wald bei.
Technologische Unterstützung in Notfällen
In einer Zeit, in der Technik eine immer größere Rolle spielt, gibt es hilfreiche Apps wie „Hilfe im Wald“, die bei der Standortbestimmung im Wald unterstützen kann. Diese App zeigt nicht nur den eigenen Standort, sondern auch die nächstgelegenen Rettungspunkte an, sogar ohne Mobiltelefonempfang, wenn die entsprechenden Karten vorher heruntergeladen wurden. Besonders in einem Notfall kann diese App entscheidend sein, um schnell Hilfe zu rufen. Mit der Möglichkeit, die Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112 zu kontaktieren, wird die Chance erhöht, schnellstmöglich Hilfe zu erhalten.
Die Entwicklung dieser App, die von INTEND Geoinformatik GmbH aus Kassel stammt, zeigt, wie wichtig es ist, moderne Technologie in die Sicherheitsstrategien der Waldarbeit zu integrieren. Gerade in einem gefährlichen Arbeitsumfeld wie dem Wald kann dies Leben retten und die Reaktionszeiten im Notfall erheblich verkürzen.
Die Tragödie in Reifnitz erinnert uns daran, wie wichtig es ist, sich der Gefahren bewusst zu sein, die in der Natur lauern, und die notwendigen Maßnahmen zur Unfallverhütung zu ergreifen. Nur so können wir die Sicherheit der Forstarbeiter und aller, die sich in den Wäldern aufhalten, gewährleisten.