Am 5. Februar 2026 fand an der HTL Lastenstraße in Klagenfurt eine spannende Veranstaltung statt, die sich um den neuen Roman „Samotans Leiche“ drehte. Tatjana Gregoritsch, eine bekannte Autorin im PEN Club, stellte ihr Werk vor und las ausgewählte Textstellen. Der Roman, der im Verlag Löcker veröffentlicht wird, beleuchtet komplexe Themen der Geschichte und menschlichen Erfahrung. Immerhin ist das Buch sowohl im Buchhandel als auch online erhältlich, was es einer breiten Leserschaft zugänglich macht.
Während der Lesung waren etwa sechzig Teenager der höheren Klassen anwesend, die mit großem Interesse Fragen zu verschiedenen Themen stellten. Die Diskussion reichte von historischen Aspekten wie dem Lager GULAG und den Weltkriegen bis hin zu aktuellen Themen wie der Ukraine und den Herausforderungen der heutigen Kriege. Auch die persönliche Motivation und der Zeitaufwand für das Schreiben des Buches waren zentrale Punkte der Unterhaltung. Gregoritsch teilte zudem Einblicke in ihre eigene Familiengeschichte, die in der Nähe des KZ Loibl Nord verwurzelt ist.
Über den Roman „Samotans Leiche“
Der Roman erzählt die Geschichte von Krassimirja Janova, die auf einem alten Römerweg einem Bauern folgt und tragischerweise stürzt und sich das Genick bricht. Die Hauptfigur Samotan, ein Rechtsanwalt aus Wien, hat eine belastete Vergangenheit, die von Krieg, Gulag und der russischen Besatzungszeit geprägt ist. Er findet am Römerweg menschliche Knochen, die Überreste einer ehemaligen Ostarbeiterin. Diese Entdeckung stellt ihn vor die Herausforderung, was er preisgeben kann, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren – insbesondere vor seiner Tochter.
Ein zentraler Aspekt des Romans ist die Verbindung zwischen Samotan und Goratschnig, einem pensionierten Kriminalkommissar. Diese Beziehung wird durch ihre gemeinsame Leidenschaft für das Schachspiel gestärkt. Gregoritsch behandelt in ihrem Buch komplexe Themen wie offene Rechnungen, Erpressung, Trunksucht, persönliche Einsamkeit und familiäre Verflechtungen. Die Autorin, geboren 1962 in Wien und aufgewachsen in Kärnten und Wien, hat eine facettenreiche Karriere in der Literatur hinter sich, die von Sachbüchern über Prosa bis hin zu Lyrik reicht.
Herausforderungen und Chancen der Literaturszene
Die Veranstaltung fiel nicht nur mit der Buchvorstellung zusammen, sondern auch mit der Präsentation des achten #GegenHassimNetz-Berichts durch ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit). Der Bericht behandelt das Thema „Lawful but Awful“ und dokumentiert im Zeitraum von September 2024 bis August 2025 insgesamt 1.716 Meldungen von Online-Hass. Diese Thematik ist besonders relevant in einer Zeit, in der digitale Kommunikation und soziale Medien einen immer größeren Einfluss auf unsere Gesellschaft haben.
Für angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt es im Jahr 2026 zahlreiche Chancen, sich in der Literaturszene zu etablieren. Eine Sammlung aktueller Ausschreibungen für literarische Wettbewerbe, Literaturpreise und Stipendien im deutschsprachigen Raum bietet vielversprechende Möglichkeiten, eigene Werke einzureichen und erste Schritte in die Verlagswelt zu machen. Die Teilnahme an solchen Wettbewerben kann nicht nur als Anreiz dienen, Geschichten vollständig zu schreiben, sondern auch als Inspirationsquelle durch vorgegebene Themen.
Insgesamt zeigt die Veranstaltung in Klagenfurt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit historischen Themen in der Gegenwart ist. Tatjana Gregoritsch gelingt es, mit „Samotans Leiche“ nicht nur eine fesselnde Geschichte zu erzählen, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aufzuwerfen.