Die Situation am Hauptbahnhof Klagenfurt ist für Pendler alles andere als rosig. Derzeit fehlen dort 60 Stellplätze, was nicht nur den Reisenden, sondern auch den Anwohnern zu schaffen macht. Die Park-and-Ride-Anlagen rund um den Bahnhof sind überlastet, es stehen lediglich 90 Stellplätze zur Verfügung. Die umliegenden Wohnstraßen sind voll, was zu Problemen für die Anwohner führt. Trotz der Tatsache, dass die Finanzierung für den Bau neuer Parkplätze von der ÖBB und dem Land Kärnten gesichert ist, zögert die Stadt Klagenfurt, den Vertrag zur Instandhaltung zu unterzeichnen, was zu Verzögerungen führt. Diese Untätigkeit wird von Vertretern der Wirtschaft scharf kritisiert, da dadurch wertvolle Chancen für Wirtschaft und Tourismus verloren gehen. Besonders seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn Mitte Dezember ist der Bedarf an Parkplätzen stark angestiegen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem Artikel der Kleinen Zeitung.
Neue Stellplätze in Planung
Die Koralmbahn, die in fünf Monaten ihren Betrieb aufnimmt, soll nicht nur die Fahrgastzahlen erhöhen, sondern auch zusätzliche Parkplätze für Pendler schaffen. Die ÖBB plant, in der Nähe des Hauptbahnhofs 60 zusätzliche Stellplätze zu errichten. Diese sollen im Bereich der Unterführung im Nordwesten des Bahnhofs, nahe der Volksküche, entstehen. Der bestehende ÖBB-Parkplatz wird zudem ausgebaut. Die Kosten von jeweils 100.000 Euro werden von Land Kärnten und der ÖBB zu gleichen Teilen getragen, während die Stadt Klagenfurt vom üblichen Gemeindeanteil von 20 Prozent befreit ist. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die langfristige Ausreichendheit der 150 Parkplätze in Klagenfurt ungewiss. Weitere Ausbauten sind auch in anderen Regionen Kärntens geplant, wie in Kühnsdorf-Klopeinersee und Paternion-Feistritz, wo zusätzliche Stellplätze geschaffen werden sollen. Für all diese Projekte stehen 800.000 Euro zur Verfügung, jeweils zur Hälfte von Land und ÖBB-Infrastruktur AG.
Ausblick und Verantwortlichkeiten
Landesrat Schuschnig hat betont, dass die ÖBB die Verantwortung für Planung und Umsetzung der neuen Parkplätze trägt, während das Land Kärnten als Partner und Fördergeber agiert. Die Evaluierung hat gezeigt, dass an mehreren Standorten in Kärnten Kapazitätsengpässe bestehen, was die Dringlichkeit weiterer Maßnahmen unterstreicht. Wenn die Stadt Klagenfurt nicht bald aktiv wird, könnte dies nicht nur den Pendlern, sondern auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Region schaden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf ORF Kärnten.