In Klagenfurt-Land wurde eine 65-jährige Frau Opfer eines perfiden Online-Betrugs, der eindrücklich zeigt, wie wichtig es ist, sich im digitalen Raum zu schützen. Am 12. Februar 2026 erhielt die Frau eine SMS, die offenbar von einem offiziellen digitalen Verwaltungsdienst stammte. In dieser Nachricht wurde auf einen bevorstehenden Ablauf ihres Zugangs hingewiesen, was sie veranlasste, dem enthaltenen Link zu folgen. Dort gab sie unwissentlich persönliche Daten preis, die in der Folge von Betrügern ausgenutzt wurden. Zwei Tage später, am 14. Februar 2026, erhielt sie einen Anruf von einem unbekannten Täter, der behauptete, ihr Bankkonto sei gehackt worden. Unter dem Vorwand, Überweisungen stornieren zu müssen, wurde sie dazu aufgefordert, ihre Zugangsdaten bekanntzugeben und Transaktionen freizugeben. Dadurch erlangte der Täter Zugang zu ihrem Onlinebanking, was zu einer Überweisung eines niedrigen fünfstelligen Betrags auf ein ausländisches Konto führte. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung hier.
Der Fall ist kein Einzelfall. Straftäter sind zunehmend an Zugangsdaten interessiert, um illegale Verfügungen im Internet vorzunehmen. Die gesammelten Daten bilden oft die Grundlage für die Entwicklung neuer, betrügerischer Geschäftsmodelle. Phishing und Identitätsdiebstahl sind wesentliche Elemente der Internetkriminalität, die viele Menschen betreffen können. Laut dem Bundeskriminalamt ist es daher unerlässlich, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die eigene digitale Identität zu schützen.
Prävention ist der Schlüssel
Um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, empfiehlt es sich, einige grundlegende Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Halten Sie stets Ihr Betriebssystem, Ihre Browserversion sowie Ihre Firewall und Anti-Viren-Software aktuell. Verwenden Sie ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten für den Internetzugang und führen Sie regelmäßige Datensicherungen durch. Programme sollten nur aus offiziellen Quellen heruntergeladen und vor der Installation mit Anti-Viren-Software überprüft werden. Seien Sie vorsichtig mit Links und Anhängen in Nachrichten, insbesondere von unbekannten Absendern.
Das Bewusstsein für Cyberkriminalität ist in der Bevölkerung jedoch nicht immer gegeben. Laut dem Cybersicherheitsmonitor 2024, veröffentlicht vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), waren bereits 24 % der Menschen in Deutschland Opfer von Cyberkriminalität. Besonders auffällig ist, dass 44 % der Opfer in den letzten 12 Monaten von Online-Betrug betroffen waren. Trotz dieser Zahlen schätzen 56 % der Befragten ihr zukünftiges Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, als gering oder ausgeschlossen ein.
Ein wachsendes Problem
Die Ergebnisse des Cybersicherheitsmonitors zeigen auch, dass das Sicherheitsgefühl der Befragten im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat, besonders bei jüngeren Menschen. Dennoch ist die Nutzung von Schutzmaßnahmen rückläufig. Viele glauben, dass ihre Sicherheitsvorkehrungen ausreichend sind oder empfinden den Aufwand für zusätzliche Maßnahmen als zu hoch. Dies könnte fatale Folgen haben, denn Online-Betrug und Identitätsdiebstahl sind die häufigsten Delikte im Internet.
Die Vorfälle in Klagenfurt-Land sind ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich über die Risiken im Internet bewusst zu sein und aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um sich zu schützen. Nur durch Aufklärung und Prävention kann das Risiko, Opfer eines solchen Betrugs zu werden, reduziert werden.