Am Ende des vergangenen Jahres kam es in Klagenfurt-Land zu einem bedauerlichen Vorfall, bei dem acht Personen fälschlicherweise eine Zeckenimpfung anstelle einer Grippeimpfung erhielten. Der Fehler wurde durch eine Verwechslung im Stress verursacht, als der falsche Impfstoff aus dem Kühlschrank genommen wurde. Glücklicherweise bemerkte das medizinische Personal den Fehler am gleichen Tag, sodass die betroffenen Personen umgehend von der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land informiert wurden. Allen Betroffenen wurden neue Termine zur Nachholung der Grippeimpfung angeboten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen inzwischen eingestellt mit der Begründung: „Keine Überimpfung möglich.“ Dies zeigt, wie wichtig eine sorgfältige Dokumentation und Überprüfung in der medizinischen Praxis ist. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Artikel der Kleinen Zeitung zu finden.
Fehler im medizinischen Alltag
Fehler wie der in Klagenfurt sind nicht nur in Österreich ein Problem. Auch in Deutschland kam es zu ähnlichen Vorfällen. So berichtet Prof. Dr. med. Ferdinand M. Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, von einem eigenen Erlebnis. Während der Impfsaison impfte er eine ältere Frau gegen Influenza, ohne ihren Impfstatus zu überprüfen. Diese hatte zuvor bereits die gleiche Impfung erhalten. Gerlach äußerte Besorgnis über die mögliche Gefährlichkeit der doppelten Dosis für die Patientin, die bereits Anfang 70 war. Glücklicherweise reagierte die Patientin verständnisvoll auf den Fehler und beschwerte sich nicht. Dieser Vorfall sensibilisierte Gerlach und sein Team für die Möglichkeit von Fehlern im medizinischen Alltag.
Um solche Missgeschicke in Zukunft zu vermeiden, diskutierte das Team den Vorfall und führte das Vier-Augen-Prinzip ein, um die Dokumentation vor Behandlungen zu überprüfen. Außerdem wird die Einführung der elektronischen Patientenakte mit integriertem Impfausweis als wichtiger Schritt angesehen, um Medikationsfehler zu vermeiden. Denn in den häufig verwendeten Papierausweisen finden sich oft unübersichtliche und verstreute Aufkleber. Details zu diesem Thema sind in einem Artikel der Apotheken Umschau nachzulesen.
Prävention und Aufklärung
Um die Sicherheit in der Impfmedizin weiter zu verbessern, ist es wichtig, dass sowohl medizinisches Personal als auch Patienten für mögliche Fehler sensibilisiert werden. Auf verschiedenen Plattformen finden sich Tipps zur Fehlervermeidung bei Impfungen, die helfen können, das Risiko von Verwechslungen und anderen Medikationsfehlern zu minimieren. Eine umfassende Aufklärung und Schulung ist hierbei unerlässlich. Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf der Seite jeder-fehler-zaehlt.de zu finden.