Heute ist der 2.04.2026 und Klagenfurt am Wörthersee hat einiges zu bieten! Die Stadtführungen unter der Leitung des erfahrenen Austria Guides und Nachtwächters Horst Ragusch starten bald und bringen frischen Wind in die Frühlingszeit. Die Programme sind vielfältig und laden sowohl Einheimische als auch Touristen ein, die Stadt und ihre Geschichte auf spannende Weise zu erkunden.

Ein Highlight ist die Oster-Stadterkundung, die am 3. April 2026 um 16 Uhr stattfindet. Unter dem Titel „Ostern – christliche Kernbotschaft und heidnisches Vollmond-Frühlingsritual“ wird auf die verschiedenen Osterbräuche, die Bedeutung der Karwoche und die Traditionen im Alpen-Adria-Raum eingegangen. Diese familienfreundliche Führung verspricht nicht nur Wissenswertes, sondern auch eine essbare Begrüßung mit Biobrot und einem Osterei, was das Erlebnis besonders macht.

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Ein Blick in die Geschichte

Am 11. April 2026 um 14 Uhr gibt es eine kostenlose Führung zum Saisonauftakt mit dem Titel „Verwehte Geschichte(n): St. Ruprecht mit dem jüdischen Friedhof und die ‚dunkelrote‘ Stadt St. Ruprecht 1930–1938“. Diese Führung beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte des jüdischen Friedhofs St. Ruprecht, der 97 Grabsteine umfasst. Die Entwicklung St. Ruprechts im Zeitraum von 1930 bis 1938 wird ebenfalls thematisiert. Treffpunkt ist der jüdische Friedhof St. Ruprecht in der Heizhausgasse 58.

Im Rahmen der Nachtwächter-Führungen sind mehrere Termine angesetzt: am 10. April, 25. April und 7. Mai 2026, jeweils um 20 Uhr. Die nächtlichen Spaziergänge beginnen am Dr.-Arthur-Lemisch-Platz bei der Brunnenschale mit der Herzogstatue. Hier können die Teilnehmenden die Stadt einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben und in die geheimnisvolle Atmosphäre der Nacht eintauchen.

Ein besonderes Erbe

Der jüdische Friedhof in Klagenfurt am Wörthersee, der im 11. Bezirk St. Ruprecht liegt, hat eine bewegte Geschichte. Gegründet wurde der Bestattungsverein Chewra Kadischa im Jahr 1888, und der Friedhof selbst wurde 1895 angelegt. Im Ersten Weltkrieg fanden auch jüdische Soldaten, die in Lazaretten starben, hier ihre letzte Ruhestätte. Allerdings erlitt der Friedhof im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe erhebliche Schäden, die erst 1964 behoben wurden. Eine umfassende Sanierung fand 2012 statt, bei der das schmiedeeiserne Tor vom Kunstschmied Markus Pirker neu geschaffen wurde.

Eine Gedenktafel, die an Fred Reinisch erinnert, wurde am 24. Juli 2018 enthüllt. Reinisch, der 1921 in St. Ruprecht geboren wurde und 2017 in Boca Raton, Florida verstarb, war der letzte Klagenfurter Jude, der dem Holocaust entkommen konnte. Seine Urne steht in einer Mauernische auf dem christlichen Friedhof, was nach jüdischem Glauben normalerweise nicht zulässig ist. Diese Geschichte und die damit verbundene Diskriminierung und Verfolgung sind Teil des kulturellen Erbes, das in Klagenfurt gewahrt bleibt. Weitere Informationen über den Friedhof finden Sie auf Wikipedia.

Die Stadtführungen von Horst Ragusch bieten somit nicht nur eine Gelegenheit, die Stadt Klagenfurt besser kennenzulernen. Sie sind auch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt. Interessierte können sich direkt bei Horst Ragusch anmelden unter der Telefonnummer 0650 24 24 555 oder per E-Mail an info@horstraguschguide.com. Weitere Details finden Sie auf seiner Webseite www.horstraguschguide.com.