In Klagenfurt am Wörthersee beschäftigt ein langanhaltender Rechtsstreit um das ehemalige Hotel Wörthersee die Gemüter der Bürger und Initiativen. Ausgelöst durch Social-Media-Postings, die kritische Fotos der Hotelruine zeigten, hat sich die Diskussion über die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes intensiviert. Besonders Sabine Biedermann setzt sich für den Erhalt des Hotels ein und kritisiert die neuen Abrissanträge, die laut Denkmalschutzgesetz gestellt werden können, wenn die Erhaltung wirtschaftlich unzumutbar erscheint. Das Hotel gehört der MW Hotel Wörthersee GmbH und steht unter Denkmalschutz, wie ein Bescheid des Bundesdenkmalamtes vom 19.12.2023 belegt, gültig bis zum 17.01.2027.

Der mangelhafte Zustand des Hotels ist seit 2011 ein bekanntes Thema. Trotz mehrerer Sicherungs- und Instandsetzungsaufträge, die erteilt wurden, bleibt der Verfall ein drängendes Problem. Eine Baubewilligung für Um- und Zubau wurde im Sommer 2019 erteilt und zuletzt am 19.01.2024 verlängert, in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Ein Gutachten wurde im Januar 2024 in Auftrag gegeben, und ein neuer Sicherungs- und Instandsetzungsauftrag wurde im April 2023 erteilt. Gegen diesen Auftrag wurde jedoch Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht erhoben, die im Dezember 2025 aufgehoben wurde. Am 13. Januar 2026 wurde erneut ein Sicherungs- und Instandsetzungsauftrag erlassen, gegen den wiederum Beschwerde eingelegt wurde. Aktuell bleibt die rechtliche Situation unklar, und die Fragen zur zukünftigen Nutzung oder dem Abriss des Hotels sind nach wie vor offen.

Der Eigentümer und die Herausforderungen

Der polnische Eigentümer Marcin Wolski, der das Hotel seit 2016 über eine Projektgesellschaft besitzt, kämpft gegen die behördlichen Sicherungsaufträge vor Gericht und sucht seit längerem nach einem Käufer. Dabei steht er vor der Herausforderung, dass ein geplantes Projekt zur Wiederbelebung des Hotels aufgrund wirtschaftlicher Unrentabilität gescheitert ist. Berichten zufolge ist das Gebäude sogar von Ratten bewohnt, was die Situation weiter erschwert. Obwohl Gerüchte über einen möglichen Abriss kursieren, wurde bisher kein entsprechender Antrag eingereicht.

Die Diskussion über den Erhalt des Hotels hat in den sozialen Medien eine private Initiative hervorgebracht, die sich für die Rettung des fast 130 Jahre alten Bauwerks einsetzt. Der Denkmalschutz spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn historische Gebäude wie das Hotel Wörthersee sind Teil des kulturellen Erbes und prägen das Stadtbild. Dennoch ist der Erhalt solcher Bauwerke oft kostenintensiv und kann nur mit Unterstützung von Förderprogrammen realisiert werden.

Fördermöglichkeiten und ihre Bedeutung

Wer sich mit dem Thema Denkmalschutz beschäftigt, stößt schnell auf die Vielzahl an Förderprogrammen, die finanzielle Unterstützung für Restaurierungen und Erhaltungsmaßnahmen bieten. Diese Programme sind entscheidend, um kulturelle Werte zu bewahren und die historische Substanz für zukünftige Generationen zu sichern. Oftmals fördern restaurierte Denkmäler den Tourismus, schaffen Arbeitsplätze und stärken die regionale Identität. Die Förderhöhe kann bis zu 70 % der Projektkosten betragen, wie beispielsweise bei EU-Förderprogrammen, die den Erhalt des kulturellen Erbes unterstützen.

Die wichtigsten Fördermöglichkeiten umfassen unter anderem die Denkmalschutzförderung der Bundesländer, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie steuerliche Erleichterungen für Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude. Bei der Antragstellung ist es wichtig, den Zustand des Gebäudes zu dokumentieren und einen detaillierten Maßnahmenplan vorzulegen. So können Eigentümer von den verschiedenen Förderungen profitieren und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes leisten.

Die Zukunft des ehemaligen Hotel Wörthersee bleibt also spannend und ungewiss. Die Bürger Klagenfurts und die Initiativen zur Erhaltung des Gebäudes setzen große Hoffnungen in eine positive Wende, während der Eigentümer weiterhin vor der Herausforderung steht, eine tragfähige Lösung zu finden.

Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zu diesem Thema verweisen wir auf die ausführlichen Berichterstattungen, unter anderem auf MeinBezirk und Kleine Zeitung. Zudem bietet die Seite finanzielle-foerdermittel.de wertvolle Informationen zu Fördermöglichkeiten im Bereich Denkmalschutz.