In der Stadt Klagenfurt am Wörthersee kam es am Samstagabend, dem 14. Februar 2026, zu einem erschreckenden Vorfall. Ein 31-jähriger Mann wurde beschuldigt, seine 36-jährige Bekannte mit dem Umbringen bedroht zu haben. Dabei hantierte er mit einem Messer, was die Situation weiter eskalierte. Zudem nötigte der Mann den Vater der Frau unter Androhung von Gewalt, die Wohnung zu verlassen. Die körperlichen Übergriffe gegen die 36-Jährige führten dazu, dass sie verletzt wurde. Nach der Tat ergriff der Beschuldigte die Flucht, konnte jedoch wenig später von den Polizeikräften des Stadtpolizeikommandos Klagenfurt festgenommen werden. Gegen ihn wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall sind derzeit noch im Gange (5min.at).

Häusliche Gewalt ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht nur in Klagenfurt, sondern auch in ganz Österreich zu beobachten ist. Ein weiterer Fall, der kürzlich Schlagzeilen machte, betrifft einen 48-jährigen Mann aus dem Bezirk Klagenfurt, der verdächtigt wird, seine 33-jährige Ehefrau über Jahre hinweg durch physische Gewalt und Kontrollverhalten in ihrer Lebensführung eingeschränkt zu haben. Er soll sie zuletzt wiederholt mit Faustschlägen und Fußtritten verletzt haben. Auch gegen ihn wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird er der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur Anzeige gebracht. In Österreich gibt es zahlreiche Hilfsangebote für Betroffene von häuslicher Gewalt, wie die Frauenhelpline gegen Gewalt unter +43 800 222 555 oder die Gewaltschutzzentren unter +43 800 700 217 (polizeiticker.at).

Häusliche Gewalt in Zahlen

Die Zahlen zur häuslichen Gewalt sind alarmierend. Laut dem Bundeslagebild „Häusliche Gewalt“ wurden im Jahr 2024 insgesamt 171.069 Personen Opfer von Partnerschaftsgewalt, was 64,3% aller Fälle ausmacht. 94.873 Personen waren Opfer innerfamiliärer Gewalt, was 35,7% entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg der Opfer von Partnerschaftsgewalt um 1,9%. Besonders besorgniserregend ist, dass rund 80% der Opfer von Partnerschaftsgewalt Frauen sind, während 77,7% der Tatverdächtigen Männer sind. Das häufigste Delikt bei Partnerschaftsgewalt ist die Körperverletzung, und tragischerweise wurden 132 Frauen und 24 Männer getötet. Auch die digitale Gewalt nimmt zu, ein Bereich, der in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerät. Die Dunkelfeld-Opferbefragung zeigt zudem, dass die Anzeigequote bei Partnerschaftsgewalt unter 5% liegt, was auf das Ausmaß des Problems hinweist (BKA).

Die aktuellen Vorfälle in Klagenfurt sind ein weiteres Beispiel für die dringende Notwendigkeit, das Bewusstsein für häusliche Gewalt zu schärfen und betroffenen Personen zu helfen. Es ist wichtig, dass Betroffene wissen, wo sie Hilfe finden können und dass sie nicht allein sind. Die gesellschaftliche Verantwortung ist groß, um diesen Menschen Unterstützung zu bieten und gegen Gewalt in der Familie vorzugehen.