In Klagenfurt am Wörthersee kam es am 12. Februar zu einem bedauerlichen Vorfall, der die Gefahren von Online-Betrug einmal mehr ins Rampenlicht rückt. Ein 72-jähriger Mann aus dem Bezirk Klagenfurt wurde Opfer eines raffinierten Phishing-Versuchs. Dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich über aktuelle Betrugsmaschen zu informieren und Wachsamkeit zu bewahren.
Der ältere Herr erhielt eine gefälschte SMS von seiner Bank, die ihn über blockierte Transaktionen informierte. Diese Nachricht enthielt eine Aufforderung, eine bestimmte Rufnummer einer vermeintlichen Notrufzentrale zu kontaktieren. Nach dem Anruf sprach er mit einem Täter, der sich als „Robin Reifert“ ausgab und vorgab, ein Bankmitarbeiter zu sein. In diesem Gespräch wurde der Pensionist dazu verleitet, eine Fernzugriffssoftware herunterzuladen. Unter dem Vorwand, verdächtige Transaktionen zu blockieren, veranlasste der Betrüger zwei Überweisungen in Höhe von mehreren Tausend Euro auf ein österreichisches Konto. Diese Überweisungen wurden vom Geschädigten mittels TAN signiert. Die Polizei hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen und sucht nach weiteren Hinweisen (Quelle).
Die Gefahren von Phishing
Phishing ist eine weit verbreitete Methode, mit der Betrüger versuchen, persönliche Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern zu erlangen. Dabei kommen gefälschte Webseiten, E-Mails oder SMS zum Einsatz. Die erbeuteten Daten werden oft an andere Betrüger verkauft, die sie für illegale Käufe nutzen. Typische Anzeichen für Phishing sind Drohungen, unaufgeforderte Mails in englischer Sprache und gefälschte Absenderadressen. Verbraucher sollten deshalb misstrauisch gegenüber unbekannten Absendern sein und keine persönlichen Daten leichtfertig eingeben. Es ist wichtig zu wissen, dass staatliche Institutionen und Banken niemals unaufgefordert Zugangsdaten anfordern (Quelle).
Besonders gefährlich sind auch SMS-Betrugsversuche, die als Smishing bezeichnet werden. Die Täter nutzen oft Callcenter, um sich als Mitarbeiter großer Unternehmen auszugeben und versuchen, über das Telefon an persönliche Daten zu gelangen. Daher sollten Verbraucher niemals persönliche Informationen am Telefon preisgeben und bei Verdacht auf Betrug die Nummer sofort sperren.
Aktuelle Zahlen zur Cybersicherheit
Eine aktuelle Befragung zur Cybersicherheit, der Cybersicherheitsmonitor des BSI und ProPK, zeigt, dass 7 % der Befragten in den letzten 12 Monaten von Cyberkriminalität betroffen waren. Dabei gehören Phishing-Vorfälle zu den häufigsten Straftaten, die viele Menschen in Deutschland betreffen. Die Tendenz, sich über Cybersicherheit zu informieren, ist rückläufig: 25 % der Befragten geben an, sich nie über dieses Thema zu informieren. Zudem nutzen nur 44 % sichere Passwörter und Antivirenprogramme, was zeigt, dass viele Schutzmaßnahmen ungenutzt bleiben (Quelle).
Die Ergebnisse dieser Befragung machen deutlich, dass es an der Zeit ist, das Bewusstsein für Cyber-Schutzmaßnahmen zu schärfen. Verbraucher sollten sich regelmäßig über die neuesten Betrugsmaschen informieren und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen, um sich und ihre Daten zu schützen. Schließlich ist Cyber-Sicherheit nicht nur ein Thema für Technik-Experten, sondern betrifft uns alle im digitalen Alltag.