Ein schwerer Unfall hat sich am Donnerstagmorgen gegen 7:28 Uhr in Feldkirchen, Kärnten, ereignet. Eine 15-jährige Mopedfahrerin aus Klagenfurt kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Pkw. Der Unfall fand in einer unübersichtlichen Kurve auf der Schwarzen Straße statt, was die Sicht der beiden Fahrer stark beeinträchtigte.
Die Mopedfahrerin wurde bei dem Unglück schwer verletzt und umgehend ins Klinikum Klagenfurt gebracht, während die Fahrer beider Fahrzeuge unverletzt blieben. Alkoholtests bei beiden Beteiligten verliefen negativ, jedoch wurden die Fahrzeuge bei der Kollision stark beschädigt. Um die Unfallstelle abzusichern, war die Freiwillige Feuerwehr Glanhofen mit sieben Personen im Einsatz.
Risikofaktoren für Zweiradfahrer
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, wie eine Analyse der Unfalllage zeigt. In Kärnten, insbesondere in den Bezirken Völkermarkt und Villach, kam es in jüngster Zeit gehäuft zu Unfällen mit Zweiradfahrern, darunter mehrere Motorradfahrer und eine weitere 15-jährige Mofa-Fahrerin, die ebenfalls schwer verletzt wurde. Auch dieser Vorfall ereignete sich unter ähnlichen Umständen und wurde am 20. April 2025 registriert, als die Mofa-Fahrerin in einen Überholvorgang verwickelt war und stürzte.
Laut Berichten wird der Anstieg von Unfällen mit Zweirädern maßgeblich durch verschiedene Faktoren mitbedingt. In Deutschland sind die Unfallrisiken für Zweiradfahrer in den letzten Jahren gestiegen: Aktuell sterben fast 40% der Verkehrsopfer als Zweiradfahrer. Vor 22 Jahren lag dieser Anteil noch bei 25%. Dies zeigt, wie gefährlich der Straßenverkehr für motorisierte Radfahrer geworden ist. Besorgniserregend ist auch der Anstieg von schweren Verletzungen, die mittlerweile bei jedem zweiten Unfall von Zweiradfahrern auftreten.
Der Sicherheitsansatz „Vision Zero“ fordert einen Verkehr ohne schwere oder tödliche Verletzungen, was besonders für junge Fahrer wie die Mopedfahrerin in Feldkirchen von großer Bedeutung ist. Auch das Aufkommen von modernen Elektrofahrzeugen, wie E-Scootern, erhöht das Risiko, da die Zahlen der Verunglückten in dieser Gruppe dramatisch steigen. Zwischen 2020 und 2021 hat sich die Anzahl der E-Scooter-Verunglückten um 153% erhöht, wobei auch die Zahl der schwerverletzten Nutzer drastisch anstieg.
Präventionsmaßnahmen und Sensibilisierung
Angesichts dieser Entwicklung sind sowohl technische als auch verhaltensbasierte Lösungen gefragt. Zahlreiche Experten empfehlen die Einführung strengerer Verhaltensregeln, wie etwa das Tragen von Helmen. Statistiken zeigen, dass Radfahrer ohne Helm 2,5-mal mehr Kopfverletzungen erleiden als solche mit Helm. Die Diskussion über eine Helmpflicht für Kinder und die Einführung neuer Fahrzeug-Sicherheitssysteme, die ab 2024 für neue Fahrzeugtypen gelten sollen, wird zudem weiter vorangetrieben.
Unfälle wie der in Feldkirchen müssen ein Anstoß für mehr Bewusstsein im Umgang mit Zweirädern sein und zeigen, dass wir gemeinsam daran arbeiten müssen, die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen. Der tragische Zustand sollte als Weckruf dienen, um präventive Maßnahmen zu ergreifen und das Fahrverhalten vor allem bei jungen Fahrern kontinuierlich zu schulen.
Wir wünschen der verletzten Mopedfahrerin eine schnelle Genesung und hoffen, dass derartige Unfälle in Zukunft vermieden werden können.