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Heute ist der 10.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation für Campingplätze in Kärnten, Österreich. Das neue Kärntner Tourismusgesetz, das derzeit noch nicht beschlossen ist, sorgt bereits für große Aufregung in der Branche. Insbesondere die Einführung einer einheitlichen Nächtigungsabgabe von vier Euro pro Person und Nacht wird als existenzbedrohend angesehen. Campingplatz-Betreiber Michael Ramsbacher hat bereits die Konsequenzen dieser Regelung zu spüren bekommen und schließt nach 39 Jahren seinen Campingplatz in Rennweg.

Ramsbacher kritisiert die Abgabe scharf, da sie 28 Prozent seines Jahresumsatzes von 141.500 Euro ausmacht. Im Gegensatz dazu zahlen Hotels lediglich 1,5 bis 2 Prozent ihres Umsatzes als Abgabe. Diese Ungleichheit führt zu einem Wettbewerbsnachteil für Kärntner Campingplätze, vor allem im Vergleich zu Italien, wo die Abgabe maximal 1,50 Euro beträgt. Ramsbacher sieht die Abgabe als eine Art Gratisarbeit: Drei bis vier Monate im Jahr müsste er quasi unentgeltlich arbeiten, während die Abgabe für alle Unterkunftsarten gleich hoch ist und damit als unfair empfunden wird.

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Umstrittene Abgabe und ihre Folgen

Die Situation ist nicht nur für Ramsbacher alarmierend. Auch andere Betreiber von Campingplätzen, wie Sepp Kolbitsch in Kötschach-Mauthen, beschreiben die Abgabe als untragbar. Georg Mössler, der zwei Campingresorts am Millstätter See betreibt, warnt ebenfalls vor den negativen Auswirkungen auf die Tourismus-Bilanzen der Region. In Gesprächen mit Politikern hoffen die Betreiber auf Änderungen des Gesetzes, doch viele fühlen sich von der Politik ignoriert. Die Angst vor dem Verlust von Gästen, Arbeitsplätzen und Traditionen ist groß.

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Die neue Nächtigungsabgabe, die für alle Beherbergungsbetriebe gilt, wird in den kommenden Monaten ihre volle Wirkung entfalten. Der schuldenfreie Familienbetrieb Ramsbacher hatte sogar Zukunftspläne, darunter ein Umwidmungsverfahren für Erweiterungen, die nun in der Schwebe sind. Die Preisstruktur der Campingplätze, die in der Regel niedrigere Übernachtungspreise als Hotels anbieten, trägt zur Schieflage bei. Die pauschale Abgabe trifft sie jedoch unverhältnismäßig stark, was die Branche in eine kritische Lage bringt.

Ein Blick in die Zukunft

Ob weitere Campingplätze ähnliche Konsequenzen ziehen werden, bleibt ungewiss. Die Betreiber hoffen auf ein Umdenken in der Politik, um die existenzielle Bedrohung durch die neue Abgabe abzuwenden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird und ob die Stimmen der Campingplatz-Betreiber Gehör finden werden. Die Herausforderungen für die Branche sind klar, und die kommenden Monate könnten entscheidend für die Zukunft des Campingtourismus in Kärnten sein.

Für weitere Informationen zu den Hintergründen dieser Thematik und den Auswirkungen des neuen Gesetzes auf die Campingplätze in der Region, können Sie die ausführlichen Berichte auf Promobil und Merkur nachlesen.