Am 10. Februar 2026 ereignete sich ein tragischer Unfall auf der A10 Tauernautobahn, bei dem Christiane Madritsch, eine 25-jährige Radiologietechnikerin und engagierte Ehrenamtliche, ihr Leben verlor. Ein Geisterfahrer verursachte einen Frontalzusammenstoß, dem sie an der Unfallstelle erlag. Ihr Tod hat in St. Stefan im Gailtal und im Bezirk Hermagor tiefe Betroffenheit ausgelöst. Aus Respekt vor ihrem Verlust wurden Kinderfaschingsveranstaltungen in Vorderberg und St. Stefan abgesagt.
Christiane Madritsch arbeitete im Krankenhaus Spittal und war seit Juli 2019 als Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz aktiv. Ihr Engagement ging über die normale Dienstzeit hinaus; sie übernahm die Zugsführungsverantwortung und sammelte zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Neben ihrer Tätigkeit beim Roten Kreuz war sie auch aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr, wo sie sich insbesondere in der Jugendarbeit engagierte. Ihre Freizeit verbrachte sie gerne in den Bergen und beim Reisen, stets verbunden mit den Traditionen der Gailtaler Burschenschaft.
Trauerfeier und Gedenken
Die Trauerfeier für Christiane Madritsch findet am Freitag, dem 20. Februar, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Stefan statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt später im engsten Familienkreis. In einem bewegenden Appell bittet die Familie anstelle von Kränzen und Blumenspenden um Spenden für die Freiwillige Feuerwehr St. Stefan. Dieses Anliegen spiegelt das Leben und die Werte wider, für die Christiane stand – ein Leben voller Engagement und Hilfe für andere.
Ehrenamt als Säule der Gesellschaft
Christiane Madritsch war ein leuchtendes Beispiel für die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Gesellschaft. Diese Art des Engagements ist nicht nur eine wichtige Säule der Gemeinschaft, sondern fördert auch das Gemeinschaftsgefühl. Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 engagierten sich in Deutschland rund 16,9 Millionen Menschen ehrenamtlich, was eine Beteiligungsquote von 27,5 Prozent an organisierter Freiwilligenarbeit darstellt. Viele junge Menschen unter 27 Jahren, wie Christiane, nutzen ihr Engagement oft als „Gap Year“ zwischen Schule und Berufsausbildung, um sowohl persönliche Erfahrungen zu sammeln als auch der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Der Internationale Tag des Ehrenamtes, der am 5. Dezember gefeiert wird, würdigt genau diese Freiwilligen und deren unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl. In einer Zeit, in der das soziale Engagement mehr denn je geschätzt wird, bleibt die Erinnerung an Christiane Madritsch und ihr Wirken unvergessen. Sie wird nicht nur in den Erinnerungen ihrer Familie und Freunde weiterleben, sondern auch in der Gemeinschaft, die sie mit ihrer Hingabe bereichert hat. Weitere Informationen zu ihrem Lebensweg und dem tragischen Vorfall sind in einem Artikel auf MeinBezirk und der Kleinen Zeitung zu finden.