Im Mai, dem Maria-Monat, strahlen in den Pfarren und Gemeinden Österreichs die traditionellen Andachten und Gebete besonders hell. Viele Gläubige kommen zusammen, um ihre Verehrung für die Gottesmutter auszudrücken und in Gemeinschaft zu beten. So berichten die Kärnter Kirchen Nachrichten, dass die Medjugorje-Andachten an verschiedenen Orten des Landes gefeiert werden.
In der Pfarrkirche und im heimischen Umfeld, etwa bei den Familien Assinger in Köstendorf oder in der Kapelle von Sussawitsch, wird der Mai dezentral zum Ort der Andacht. Am 1. Mai pilgerten Gläubige bei strahlendem Wetter von Sussawitsch nach Steben zur Florianimesse und nahmen an einer hl. Messe in der Filialkirche teil. Geistlicher Leiter dieser feierlichen Stunde war Pfarrer Martin, der den Gottesdienst am Florianialtar zelebrierte, musikalisch begleitet von Mag. Florian Moritsch.
Florianifeierlichkeiten und Bitt-Tage
Ein besonderer Teil der Maiandachten sind die Gebete zum hl. Florian, der für Schutz gegen Feuergefahr und Naturgewalten angerufen wird. In Städten wie Bach finden zahlreiche Andachten zu seinen Ehren statt. Die Bitt-Tage vor Christi Himmelfahrt, am 26. und 27. Mai, sind eine weitere bedeutende Gelegenheit, um den Segen Gottes für die Landwirtschaft zu erbitten. Am 26. Mai pilgerten Gläubige von der Waldhauser-Kapelle zur Pfarrkirche St. Stefan, während es am 27. Mai von der Stefele-Kapelle zur Filialkirche St. Anton ging.
Das gemeinsame Feiern in diesen Tagen verdeutlicht die starke Verbindung zur Volksfrömmigkeit und zur Tradition der Maiandachten in der katholischen Kirche. Die Gemeinde hat ein gutes Händchen für diese Feierlichkeiten, die nicht nur für ihre religiöse Bedeutung bekannt sind, sondern auch die Gemeinschaft stärken.
Häusliche Maiandachten und die Rolle der Familien
Aber die Maiandachten beschränken sich nicht nur auf die Kirchen. Viele Familien feiern zuhause in kleinem Kreis. Hierbei wird das Marienbild besonders geschmückt und Kinder sammeln Blumen, um Maria, „die schönste Blume“, zu ehren. Die Diözese Linz hebt hervor, dass es zahlreiche Kleinschriften für häusliche Gebete gibt, die von bekannten Heiligen und Autoren verfasst wurden. Gläubige sind eingeladen, täglich Maiandachten in ihren eigenen vier Wänden zu zelebrieren, besonders an Tagen, an denen kein Kirchenbesuch möglich ist. Diese Tradition trägt maßgeblich zur Stärkung des Glaubens und der Gemeinschaft im Familienkreis bei.
Die Maiandachten sind mehr als nur eine religiöse Pflicht; sie sind eine Einladung, das Leben mit der Spiritualität zu verbinden und die Verbindung zur Gottesmutter Maria zu vertiefen. Die Erzdiözese Freiburg betont die besondere Rolle des Monats Mai als Marienmonat und erinnert daran, dass diese Andachten eine wertvolle Möglichkeit bieten, den Glauben gemeinsam zu leben und zu feiern.