Die Gemeinde Feldkirchen hat große Pläne für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. An insgesamt vier Bushaltestellen sollen Wartehäuschen errichtet werden, um den Fahrgästen mehr Komfort und Schutz vor Witterungseinflüssen zu bieten. Die betroffenen Haltestellen sind Rathaus, Münchner Straße, Dornacher Straße und eine neu geplante Haltestelle im Neubaugebiet zwischen Hohenlindner Straße und Jahnstraße. Der Antrag für diese Maßnahme wurde von der CSU-Fraktion gestellt und hat bereits prinzipielle Zustimmung im Gemeinderat gefunden. Nun müssen jedoch erst die Platzverhältnisse und mögliche Zuschüsse geprüft werden, bevor es weitergeht. Ein wichtiges Kriterium ist, dass die Durchgangsbreiten für Passanten und Flächen für die Schneeräumung ausreichend sind.
Besonders spannend ist die neue Haltestelle im Neubaugebiet, die teilweise auf einem Grundstück der Gemeinde steht. Die Haltestellen Rathaus und Münchner Straße hingegen liegen vollständig im Eigentum der Gemeinde. Die Dornacher Straße ist jedoch etwas komplizierter, da sie auf einem Grundstück liegt, das nicht im Gemeindebesitz ist. Bei einigen Haltestellen könnte sogar die Zustimmung eines Architekten erforderlich sein, insbesondere wegen der Nähe zu urheberrechtlich geschützten Bauwerken. Um die Effizienz der Planung zu verbessern, fordert die CSU-Fraktion zudem eine Ermittlung der Fahrgastzahlen, um gegebenenfalls weitere Haltestellen für Wartehäuschen zu identifizieren.
Finanzierung und Förderung der Wartehäuschen
Die Kosten für den Bau eines Wartehäuschens liegen zwischen 10.000 und 15.000 Euro, abhängig von der Ausstattung. Um diese Ausgaben zu decken, wird auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, Werbeflächen zu nutzen. Eine weitere interessante Idee ist die Ausstattung der Wartehäuschen mit Photovoltaik-Paneelen, um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Für die Planung hat der Gemeinderat vorsorglich 50.000 Euro im Haushalt für 2026 eingeplant.
Zusätzlich gibt es verschiedene Förderprogramme, die für die Gemeinde von Interesse sein könnten. Im vereinfachten Verfahren können bis zu acht Haltestellen gemeinsam beantragt werden, wobei die Mindestzuwendung pro Antrag 25.000 Euro beträgt. Haltestellen mit Gesamtkosten unter 100.000 Euro je Richtungshaltestelle können ebenfalls im vereinfachten Verfahren beantragt werden, was für Feldkirchen von Vorteil sein könnte. Die Förderquote beträgt 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Bau, Grunderwerb und Planung. Dies könnte die finanzielle Belastung der Gemeinde erheblich reduzieren, insbesondere wenn man die Grunderwerbsausgaben und externen Planungsleistungen mit einbezieht.
Öffentlicher Nahverkehr in Feldkirchen
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nimmt eine entscheidende Rolle in der Anbindung ländlicher Räume an städtische Zentren ein. Der Bund unterstützt Länder und Kommunen finanziell, um ein hochwertiges ÖPNV-Angebot zu gewährleisten. Dies ist nicht nur für die Mobilität der Bürger wichtig, sondern auch ein Indikator für die Lebensqualität in den betroffenen Gebieten. Die Qualität des ÖPNV muss dabei attraktiv, sicher, verlässlich und bezahlbar sein.
Die Verantwortung für die Planung, Organisation und Finanzierung des ÖPNV liegt in Deutschland bei den Ländern und Kommunen. Der Bund ist zwar nicht direkt in die Gestaltung des ÖPNV-Angebots eingebunden, stellt jedoch durch das Regionalisierungsgesetz und das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) finanzielle Mittel zur Verfügung. Für 2025 sind beispielsweise 11,56 Milliarden Euro an Regionalisierungsmitteln und 2 Milliarden Euro an GVFG-Mitteln eingeplant. Diese Unterstützung könnte für Feldkirchen von großem Nutzen sein, um die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV zu realisieren und damit die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Insgesamt zeigt sich, dass die Gemeinde Feldkirchen auf einem guten Weg ist, den öffentlichen Nahverkehr weiter zu verbessern und den Bürgern ein angenehmeres Reisen zu ermöglichen. Die geplanten Wartehäuschen sind nur ein erster Schritt hin zu einem attraktiveren und umweltfreundlicheren ÖPNV-Angebot.