Am 1. März 2026 stehen im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus die Pfarrgemeinderatswahlen an. Insgesamt sind 3542 Katholiken zur Stimmabgabe aufgerufen, um ihre Vertreter in den drei Gremien zu wählen. In Feldkirchen können 2717 Stimmberechtigte ihre Stimmen abgeben, in Höhenrain sind es 716 und in Laus 229. Die Kandidatensuche in der größten Pfarrei Feldkirchen gestaltete sich schwieriger als erwartet, was die Bedeutung der Wahl unterstreicht.

Für die Wahlen haben sich insgesamt 22 Kandidaten bereit erklärt. In Feldkirchen und Höhenrain gibt es gleich viele Bewerber wie Sitze, während in Laus acht Interessenten um sieben Sitze wetteifern, darunter sieben Frauen im Alter von 33 bis 47 Jahren. Martin Krause, der Vorsitzende des Wahlausschusses, hebt die Bedeutung der Pfarrgemeinderäte für das kirchliche Leben hervor. „Es ist wichtig, dass die Stimme der Gemeinde gehört wird“, so Krause.

Kandidaten und Verfahren

Die Wahl wird durch verschiedene Möglichkeiten der Stimmabgabe unterstützt. Neben der traditionellen Stimmabgabe im Wahllokal wird ein Online-Voting vom 9. bis 25. Februar angeboten, ebenso wie die Möglichkeit zur Briefwahl. Die Wahlbenachrichtigungen für das Online-Votum werden rechtzeitig verschickt, sodass alle Wahlberechtigten gut informiert sind.

Die Kandidaten in Feldkirchen sind: Verena Atzinger, Elisabeth Fuchs-Braun, Silvia Golshani, Lorenz Humpel, Susanne Schmid, Michael Schmuck, Marlies Schoner, Elisabeth Stacheter und Elke Weber. In Höhenrain treten Ulrich Dressler, Maria Ebrecht, Elisabeth Haager, Andreas Messerer, Kathrin Moser, Marlene Plötz und Christoph Zehetmeir an. Für Laus haben sich Maria Ametsbichler, Theresa Bichl, Katharina Biechl, Verena Braun, Monika Hauser, Sabine Stahuber, Monika Weber und Alfred Widmann zur Wahl gestellt.

Die Herausforderung der Kandidatensuche

Die Suche nach geeigneten Kandidaten stellt eine große Herausforderung dar. In vielen Gemeinden ist es entscheidend, die eigene Rolle und die Möglichkeiten als Ehrenamtliche zu klären. Fragen wie „Was sind meine Stärken und Schwächen?“ oder „Wie wird ein Pfarrgemeinderat in der Gemeinde wahrgenommen?“ sind daher von großer Bedeutung. Auch die Einbeziehung von hauptamtlichen Mitarbeitern ist wichtig, da sie für die Pfarreiarbeit und die Gremien verantwortlich sind.

Die Verantwortlichen empfehlen, auch Personen in Betracht zu ziehen, die nicht sofort ins Auge fallen, und den Blick auf gesellschaftliche Gruppen vor Ort zu richten, wie etwa Freiwillige Feuerwehren, Kultur- und Brauchtumsvereine sowie sozial engagierte Gruppen. Die pfarrliche Kindertageseinrichtung kann ebenfalls eine wertvolle Ressource sein, um bei Eltern Interesse zu wecken.

Kontext und Bedeutung

Das Erzbistum Köln, eines der größten Bistümer im deutschsprachigen Raum, umfasst 67 Pastorale Einheiten und 177 Seelsorgebereiche mit rund 509 Pfarreien. Über 7.500 Frauen und Männer sind in Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen aktiv. Die Wahlen im November 2023, die über 1,4 Millionen Wahlberechtigte an die Urnen rufen, beenden die vierjährige Amtszeit der aktuellen Mitglieder. Das Motto der Wahl lautet „Christlich. Mutig. Handelnd.“ und spiegelt die aktive Rolle der Gemeinschaft in der katholischen Kirche wider.

Die bevorstehenden Wahlen im Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus sind also nicht nur ein wichtiges Ereignis für die lokale Gemeinde, sondern auch ein Teil eines größeren kirchlichen Rahmens, der die Mitbestimmung und das ehrenamtliche Engagement in der katholischen Kirche fördert. Weitere Informationen zu den Wahlen finden Sie in voller Länge auf Rosenheim24, sowie auf den Seiten des Bistum Eichstätt und Erzbistum Köln.