Am 1. März 2026 kam es in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bruckmühl mit Feldkirchen-Westerham zu einem besonderen Anlass: Die Ordination von Johanna Rosin, die nun die zweite Pfarrstelle an der Emmauskirche übernommen hat. Diese Stelle war fast zwei Jahre lang unbesetzt, nachdem Pfarrer Samuel Fischer sie im Jahr 2024 nach neun Jahren verlassen hatte. Der Festgottesdienst, der von Regionalbischof Thomas Prieto Peral und Dekanin Dagmar Häfner-Becker in der Emmauskirche durchgeführt wurde, bot einen würdigen Rahmen für diesen feierlichen Anlass.
Der Gottesdienst begann mit einem feierlichen Einzug, begleitet von Orgelmusik und einem Bläserensemble. Dekanin Häfner-Becker sprach eine Tauferinnerung und ein Gebet, gefolgt von einem Lied der Oase-Band. Regionalbischof Peral hielt die Ordinationsansprache und hob den Mut von Johanna Rosin hervor, die sich entschieden hat, im Glauben zu leben. Johanna Rosin, die aus Sachsen-Anhalt stammt, ist verheiratet und hat sieben Jahre Theologie studiert, bevor sie ein zweijähriges Vikariat in der Christuskirche in München absolvierte.
Ein feierlicher Rahmen für einen Neuanfang
Während der Zeremonie stellte Johanna Rosin auch die Personen vor, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben, darunter ihren Ehemann Maximilian. Nach den Lesungen folgte die Berufung mit Ordinationsgebet, Segnung und Sendung durch Bischof Prieto Peral. Die gemeinsame Feier des Abendmahls fand im Innenhof der Emmauskirche statt, wo die Sonne strahlte und die Gemeinde zusammenkam, um diesen besonderen Moment zu feiern.
Bürgermeister Johannes Zistl betonte die ökumenische Gastfreundschaft und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Kirchen in der Region. Auch Bürgermeister Richard Richter hieß Johanna Rosin und ihren Mann als neue Bürger von Bruckmühl willkommen. Pastoralreferentin Monika Langer und Pastoralreferent Christof Langer überbrachten Willkommenswünsche und hoben die Notwendigkeit von Veränderungen in der Kirche hervor. Andreas Stein von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und Wolfgang Hintermeier schlossen sich den guten Wünschen für Johanna Rosins Start an. Christel Obermüller vom Kirchenvorstand äußerte die Freude der Gemeinde über Johanna Rosins Entscheidung, dort zu arbeiten.
Eine Botschaft der Erneuerung
Johanna Rosins Ordination fällt in ein Jahr, das unter dem Motto „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5a) steht, als Teil der Jahreslosung 2026. Diese Botschaft spiegelt das Ziel Gottes wider, einen neuen Himmel und eine neue Erde zu schaffen. Die Gemeinde lädt alle ein, an Gottesdiensten, Andachten, Gruppen und Kreisen teilzunehmen. In diesen schwierigen Zeiten, besonders im Hinblick auf die Gebete für die Opfer der Terrorangriffe auf Israel und für Menschen im Nahen Osten, wird der Psalm 121 als Beispiel für Gebet herangezogen: „Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Die ordnungsgemäße Durchführung der Ordination ist im Kirchengesetz geregelt, das seit seiner ursprünglichen Verabschiedung am 13. Januar 2005 mehrfach geändert wurde. Die Ordination bietet das Recht und die Pflicht zur öffentlichen Wortverkündigung, Sakramentsverwaltung und Seelsorge. Die Teilnahme an einer Ordinationstagung ist eine Voraussetzung für die Ordination, die in der Regel nach bestandener Zweiter Theologischer Prüfung erfolgt.
Johanna Rosin hat mit ihrer Ordination nicht nur eine neue Verantwortung übernommen, sondern auch die Möglichkeit, das Wirken des Heiligen Geistes in der Gemeinde zu fördern. Sie wird als Pfarrerin die Gemeinde in Bruckmühl leiten und mit frischem Elan neuen Schwung in das Gemeindeleben bringen. Diese Veränderungen und der Neuanfang in der Emmauskirche sind ein Zeichen für die lebendige Gemeinschaft des Glaubens und der Hoffnung, die auch in herausfordernden Zeiten bestehen bleibt. Mehr Informationen zur Kirchengemeinde finden Sie auf der offiziellen Webseite hier.
Für weitere Details zur Ordination und den damit verbundenen Rechten und Pflichten können Sie die entsprechenden rechtlichen Informationen auf dieser Webseite nachlesen.