Am Dienstagabend, dem 11. Februar, brach in einem Wohnhaus in Bodensdorf im Bezirk Feldkirchen ein Kellerbrand aus. Der Hauseigentümer entdeckte das Feuer um 19:54 Uhr im Heizraum, was zu einem schnellen Alarm an die örtlichen Feuerwehren führte. Diese rückten daraufhin mit voller Kraft aus und konnten den Brand erfolgreich löschen. Dennoch wurden Teile der Elektro- und Heizungsinstallation durch das Feuer beschädigt. Die genaue Höhe des Schadens ist bislang noch unbekannt, und die Ermittlungen zur Brandursache sind bereits aufgenommen worden. Für weitere Informationen zu diesem Vorfall kann die Quelle hier eingesehen werden.

Feuerwehreinsätze, wie der in Bodensdorf, sind in der Regel keine alltäglichen Ereignisse. Tatsächlich bestehen viele Einsätze häufig aus technischen Hilfeleistungen, während echte Brände vergleichsweise selten sind. Alarmierungen erfolgen oft durch Brandmeldeanlagen oder auch durch angebrannte Speisen, was den Einsatzkräften eine Vielzahl von Herausforderungen bereitet. Um so besser auf solche Situationen vorbereitet zu sein, wurden spezielle Führungslehrgänge ins Leben gerufen, die den Führungskräften helfen, den Einsatz detailliert zu planen. Oft bleibt jedoch in realen Situationen nicht viel Zeit zur Entscheidungsfindung, sodass viele Entscheidungen intuitiv, basierend auf Erfahrungen getroffen werden müssen. Ein Leitfaden für Brandeinsätze, unterteilt in die Schritte Erkundung, Analyse und Planung, unterstützt die Feuerwehrleute in diesen entscheidenden Momenten. Weitere Details dazu finden sich hier.

Das Vorgehen bei Brandeinsätzen

Die Erkundung ist die erste Phase eines Brandeinsatzes. Hierbei geht es darum, Informationen über die Gefahren und Zugänglichkeiten zu sammeln. Es müssen zentrale Fragen beantwortet werden, wie: Wo ist der Brand? Wo breitet sich der Rauch aus? Wo befinden sich Personen oder Tiere? Und welche Zugänge sind vorhanden? Diese Informationen sind von entscheidender Bedeutung, um die Situation schnell und effizient einschätzen zu können.

Nach der Erkundung folgt die Analyse, in der die gesammelten Informationen zusammengefasst werden. Gefahren werden priorisiert, um den Handlungsbedarf zu erkennen. Diese Priorisierung basiert auf der Dringlichkeit und dem potenziellen Schaden. Daraufhin erfolgt die Planung des Einsatzes, bei der Taktik, Raumordnung, Logistik und Sicherheit berücksichtigt werden. Sicherheit hat hierbei einen hohen Stellenwert, und präventive Maßnahmen sind entscheidend, um die Einsatzkräfte zu schützen.

Brandstatistik und Prävention

Die Bedeutung von Brandeinsätzen wird durch die vfdb-Brandschadenstatistik unterstrichen, die zur Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland dient. Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) hat diese umfassende Sammlung statistischer Daten ins Leben gerufen, um fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Über 5.000 Gebäudebrandeinsätze aus den Jahren 2013 bis 2017 wurden erfasst, wobei Küchen mit 27 % die häufigste Brandursache darstellen. Besonders auffällig ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten, was auf die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen hinweist.

Die neueste Statistik hat auch neue Brandrisiken wie die durch Elektromobilität identifiziert und den Erfassungsbogen modernisiert. Eine webbasierte Datenerfassung, die auf Smartphones, Tablets und PCs zugänglich ist, ermöglicht es allen Feuerwehren, zur Datensammlung beizutragen. Dies kann wertvolle Erkenntnisse für den vorbeugenden Brandschutz liefern. Weitere Informationen zur deutschen Brandstatistik können hier nachgelesen werden.