In Feldkirchen hat sich im vergangenen Jahr eine beachtliche Anzahl von über 400 Neubürgern niedergelassen. Bürgermeister Andreas Janson von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) hatte die neuen Einwohner ins Foyer des Rathauses eingeladen, um sie willkommen zu heißen. Doch trotz der hohen Zahl kam die Resonanz beim Neubürgerempfang eher schwach aus. Nur wenige der 400 Eingeladenen folgten der Einladung. Es war bereits die 14. Auflage dieses Empfangs, der ein Zeichen der Integration setzen möchte.

Feldkirchen ist ein Ort der Vielfalt, in dem Menschen aus 105 Nationen leben und ihre Geschichten und Kulturen einbringen. Bei dem Empfang ermutigte Janson die anwesenden Neubürger, sich bei den zahlreichen örtlichen Vereinen zu informieren und aktiv Mitglied zu werden. 20 Vereine hatten Informationsstände aufgebaut, darunter der größte Verein des Ortes, der TSV, sowie Wanderfreunde, der ADFC, die Feuerwehr und viele weitere Gruppen. Jeder Neubürger erhielt zudem einen Gutschein für kulturelle Veranstaltungen in der Gemeinde im Jahr 2026.

Kulturelle Veranstaltungen und Gemeinschaftsleben

Feldkirchen bietet das ganze Jahr über ein breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen, das für die Neubürger von großem Interesse sein könnte. Der Kultur im Rathaus und der Feldkirchner Theaterverein e.V. haben regelmäßige Auftritte und Aufführungen im Programm. Der Theaterverein, gegründet 1977, hat zahlreiche Mitglieder und lädt Interessierte ein, sich über die Aktivitäten auf der Website zu informieren. Auch die gemeindliche Bücherei ist ein Ort der Begegnung, wo Lesekreise und „Bilderbuchkino für Kinder“ stattfinden.

Die örtlichen Kirchen bieten ebenfalls das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen an, und mehrere Singkreise und Chöre, darunter der Männergesangverein und der Alpenländische Singkreis, suchen neue Sängerinnen und Sänger. Die Feldkirchner Blaskapelle sorgt mit Konzerten für bayerische Tradition und Musik, deren Termine auf der Vereins-Homepage zu finden sind.

Integration und gesellschaftliche Verantwortung

Die Integration in Feldkirchen ist ein wichtiges Thema, das auch im größeren Kontext der deutschen Gesellschaft betrachtet werden muss. Deutschland benötigt eine konsequente Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik, um den Umgang mit der Vielfalt zu verbessern. Ziel ist es, Menschen mit Migrationshintergrund mehr Verantwortung in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dies umfasst nicht nur die Förderung von Migranten in öffentlichen Diensten und Führungspositionen, sondern auch die Schaffung eines Mosaiks von Integrationsmaßnahmen in Städten und Gemeinden.

Feldkirchen steht vor der Herausforderung, Integration als Querschnittsaufgabe nachhaltig zu etablieren. Die Gestaltung von Diversität und die Umsetzung einer Willkommenskultur, insbesondere im Ausländeramt, sind zentrale Aspekte, die einer klaren Prioritätensetzung bedürfen. Die Zusammenarbeit mit wichtigen Kooperationspartnern wird zunehmend als notwendig erkannt, um Integrationsfragen erfolgreich zu lösen.

Die Geschichten der Neubürger, wie die von Sophia, Oleg und ihrem Sohn Maxim aus Russland, die nach mehr Platz zu bezahlbaren Preisen suchten, oder die von Lea und Christoph, die aus München nach Feldkirchen zogen, um eine bezahlbare Wohnung zu finden, zeigen, wie wichtig es ist, die neue Umgebung aktiv zu erkunden und sich zu engagieren. Auch Nilufar aus Usbekistan, die als pädagogische Hilfskraft tätig ist, und Katharina aus der Nähe von Hamburg, die wegen ihres Freundes nach Feldkirchen zog, sind Beispiele für das Potenzial, das in der Vielfalt der Neubürger steckt.

Insgesamt zeigt sich, dass Feldkirchen zwar vor Herausforderungen steht, aber auch große Chancen bietet, die Integration und das Gemeinschaftsleben aktiv zu gestalten. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen finden Interessierte auf den offiziellen Webseiten der Gemeinde.