Immer mehr Frauen und Mädchen engagieren sich in den Freiwilligen Feuerwehren Österreichs – das zeigt ein Blick auf die aktuelle Entwicklung im Bezirk Feldkirchen. Rund zwei Drittel der Feuerwehren in dieser Region begrüßen weibliche Mitglieder. Bezirksfeuerwehrkommandant Werner Puggl ist überzeugt, dass Frauen in der Feuerwehr längst eine Selbstverständlichkeit sind. Er ermutigt aktiv interessierte Frauen, den Schritt zu wagen und Teil der Gemeinschaft zu werden.

Eine der motivierten Frauen ist die 42-jährige Elke Gratzer, die seit 2023 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Waiern ist. Für sie stehen Teamarbeit und Respekt im Vordergrund, und sie hebt hervor, dass Charakter und Einsatz viel wichtiger sind als das Geschlecht. Sie ist überzeugt, dass Frauen wertvolle Perspektiven und Fähigkeiten in die Feuerwehr einbringen können. Diese Ansicht teilt auch die 19-jährige Patrizia Egger, die seit 2022 die erste Frau im aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Steuerberg ist. Sie wuchs mit der Feuerwehr auf, da ihr Vater Brandinspektor ist. Ihr technisches Interesse und der Wunsch, Menschen zu helfen, machen sie zu einer wichtigen Stütze für ihre Kameraden, die für sie wie eine Familie sind.

Doch die Hubschrauber-Überprüfung ist noch nicht beendet: Es bestehen nach wie vor Vorbehalte gegenüber Frauen in den Feuerwehren. Laut Angaben von frauen-machen-feuerwehr.de gibt es in vielen Freiwilligen Feuerwehren nur eine Frau auf mehr als zehn Männer. In der Berufsfeuerwehr zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier liegt das Verhältnis bei einer Frau auf bis zu 50 Männer. Trotz dieser Zahlen gibt es nach wie vor keine objektiven Gründe, die gegen den Einsatz von Frauen sprechen. Im Vergleich dazu sind die Frauenanteile in Polizei, Rettungsdienst und Bundeswehr deutlich höher.

Die Kampagne „FeuerWehrDich“ will männerdominierte Strukturen in den Feuerwehren aufbrechen und Frauen aktiv fördern. Dieses Ziel lässt sich durch die immer mehr aufkommenden erfolgreichen Beispiele von Frauen in Freiwilligen Feuerwehren gut erkennen. Laut bmfsfj.de bringt der zunehmende Frauenanteil nicht nur frischen Wind in die Feuerwehren, sondern sorgt auch für einen wertvollen Austausch und unterschiedliche Sichtweisen, die der Organisation insgesamt zugutekommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Anteil an engagierten Frauen in den Feuerwehren stetig wächst und die Zukunft vielversprechend aussieht. Es ist an der Zeit, diese Entwicklung weiter zu unterstützen und den Vorurteilen einen Riegel vorzuschieben. Schließlich ist die Vielzahl an Fähigkeiten und Perspektiven, die Frauen mitbringen, nicht nur wünschenswert, sondern auch essenziell für eine moderne und effektive Feuerwehr.