In der Gemeinde Feldkirchen wird der Wunsch nach einem durchgehenden und sicheren Radweg nach Sehensand immer lauter. Das aktuelle Problem ist bekannt: Radfahrer müssen das erste Stück nach dem Ortsausgang auf der Straße fahren, was ein beträchtliches Risiko darstellt. Seit Jahren arbeiten Stadtpolitiker an einer Lösung, doch es gab immer wieder Hürden. Ein Grundstück, das die Stadt nicht erwerben konnte, sowie weggebrochene Fördergelder haben die Bemühungen behindert. Nun wurde jedoch eine neue Lösung gefunden, die als Anfang für die dringend benötigte Radinfrastruktur dienen soll. Weitere Informationen finden sich [hier](https://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/neuburg-sehensand-bekommt-radweg-nach-feldkirchen-113984900).
Zusätzlich hat die Gemeinde Feldkirchen konkrete Ziele für die Förderung des Radverkehrs. Der Radverkehrsbeauftragte Michael Reiprich ist der zentrale Ansprechpartner, und die Gemeinde strebt an, eine „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ zu werden. Im Jahr 2021 wurde ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Radverkehrskonzepts beauftragt, nachdem der Bau- und Umweltausschuss am 26. Mai 2020 einstimmig den Beschluss gefasst hatte, ein Radwegekonzept zu erstellen. Der Gemeinderat beschloss am 28. Mai 2020 den Beitritt zur AGFK Bayern (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e. V.), um die Radverhältnisse weiter zu verbessern.
Fortschritte durch Zusammenarbeit
Die erste Ortsbefahrung mit der AGFK und Vertretern aus der Gemeinde, der Verkehrspolizei, dem Landratsamt, der Straßenbaubehörde sowie dem ADFC fand am 15. April 2021 statt. Ziel dieser Befahrung war es, den Ist-Zustand zu begutachten und Maßnahmen zur Verbesserung der Radfahrersituation vorzuschlagen. Eine Haushaltsbefragung am 6. Juli 2021 ergab einen hohen Anteil der Fahrradfahrenden, jedoch einen dringenden Bedarf an Fahrradwegen im Gemeindegebiet. Diese Erkenntnisse flossen in die weitere Planung ein.
Ein weiterer Fortschritt wurde am 25. September 2025 sichtbar, als die Bewertungskommission der AGFK Bayern Feldkirchen besuchte. Die Gemeinde wurde nach einer umfassenden Prüfung ins Netzwerk der fahrradfreundlichen Kommunen in Bayern aufgenommen, was als Anerkennung für die bisherigen Leistungen gilt. Die Mitgliedschaft in der AGFK Bayern erfordert die Erfüllung umfangreicher Kriterien in den Bereichen Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service. Die Aufnahme erfolgt in einem zweistufigen Verfahren, wobei die erste Bestandserfassung bereits 2021 stattfand.
Zukunftsperspektiven für den Radverkehr
Die Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ hat sieben Jahre Bestand, danach sind Fortschritte erforderlich. Diese Anerkennung soll nicht nur die bisherigen Leistungen würdigen, sondern auch als Ansporn für zukünftige Entwicklungen dienen. Die Gemeinde Feldkirchen hat also gute Chancen, in den kommenden Jahren die Radinfrastruktur weiter zu optimieren, was auch für die Sicherheit der Radfahrer von großer Bedeutung ist.
Für alle Interessierten stehen die aktuellen Winterdienstpläne der Gemeinde Feldkirchen als PDF zum Download bereit, um sich über die Maßnahmen der Gemeinde zu informieren. Zudem können sich Bürger direkt mit dem Radverkehrsbeauftragten Michael Reiprich in Verbindung setzen, um Anregungen oder Fragen zum Thema Radverkehr zu äußern. Wer mehr über die Entwicklungen in Feldkirchen erfahren möchte, findet weitere Informationen [hier](https://www.feldkirchen.de/umwelt/mobilitaet-verkehrswende/rund-ums-rad).