In der Stadtgemeinde Feldkirchen haben sich die Abfallgebühren zum Jahresbeginn 2026 erhöht. Diese Anpassung betrifft nicht nur die Entsorgungsgebühren, die nun nach der Anzahl der Entleerungen berechnet werden, sondern auch die Bereitstellungsgebühr, die sich nach der Größe der bereitgestellten Entsorgungseinrichtungen richtet. Die jährliche Abfallgebühr setzt sich somit aus beiden Gebühren zusammen und wird zweimal jährlich mit einem Abgabenbescheid vorgeschrieben. Bei einer 4-wöchentlichen Abfuhr sind bis zu 13 Entleerungen pro Jahr möglich.

Die Gebühren für verschiedene Liegenschaften variieren je nach Größe der Mülltonne und der Nutzung einer Biomülltonne. Für eine 120 Liter Hausmülltonne (geeignet für 1-3 Personen) kostet die Entsorgung ohne Biomülltonne 105,74 Euro, mit Biomülltonne sind es 151,10 Euro. Bei einer 240 Liter Tonne (4-6 Personen) betragen die Gebühren 211,72 Euro ohne und 302,46 Euro mit Biomülltonne. Größere Liegenschaften, wie beispielsweise eine 800 Liter Tonne für 18 Personen, müssen mit 736,42 Euro ohne und 1.052,28 Euro mit Biomülltonne rechnen. Für sehr große Haushalte, die eine 1.100 Liter Tonne (25 Personen) nutzen, fallen sogar 1.012,60 Euro ohne und 1.446,48 Euro mit Biomülltonne an. Weitere Details zu Zusatzbehältern und Müllsäcken sind auf der Homepage der Stadtgemeinde Feldkirchen zu finden.

Sperrmüll und Gartenabfälle

Aber nicht nur die regulären Abfallgebühren haben sich verändert. Im kommenden Jahr stehen auch wichtige Termine für die Sperrmüllsammlung an. Die Abgabe-Termine für die Sperrmüll-Doppelkarte sind am 26. September 2025, gefolgt von der Sperrmüllabfuhr am 10. Oktober 2025. Gartenabfälle können ebenfalls an bestimmten Tagen entsorgt werden: am 19. September und am 31. Oktober 2025 findet eine Gartenabfall-Abfuhraktion statt, während am 21. Oktober 2025 eine Häckselaktion geplant ist. Die beliebte Ramadama-Aktion in Feldkirchen ist für den 11. Oktober 2025 angesetzt.

Für die Anmeldung zur Sperrmüllsammlung ist eine E-Mail an umweltamt@feldkirchen.de erforderlich, in der die Art und Menge des Sperrmülls sowie die Abholadresse angegeben werden müssen. Die Anmeldefrist beträgt sieben Tage vor dem Abholtermin. Alternativ kann auch eine Doppelsperrmüllkarte im Rathaus erworben werden, wobei die Abgabefrist 14 Tage vor dem Abholtermin liegt. Sperrmüll kann zudem kostenlos im Wertstoffhof abgegeben werden. Die Gebühren für die Sperrmüllabfuhr betragen 10 Euro je angefangener 1/2 m³.

Abfalltrennung und neue Vorschriften

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Abfallwirtschaft in Feldkirchen ist die Abfalltrennung. Im Rathaus sind Informationsblätter zur Mülltrennung sowie Abfallsäcke für Gartenabfälle zu einem Preis von 0,50 Euro erhältlich. Restmüllsäcke und Windelsäcke kosten 5 Euro. Zudem gibt es kostenfreie Gelbe Säcke, die auch im Wertstoffhof erhältlich sind, sowie kostenfreie Hundekot-Tüten. Die Biotonnen-Reinigung wurde für das Jahr 2025 eingestellt, kann jedoch auf eigene Initiative organisiert werden. Hierfür wird auf den Dienstleister Dienstleistungen Langer verwiesen.

Ab dem 1. Mai 2025 tritt ein neuer Paragraf 2a der Bioabfallverordnung (BioAbfV) in Kraft, der darauf abzielt, den Gehalt an Fremdstoffen, insbesondere Kunststoffen, in Bioabfällen zu reduzieren. Bürger sind angehalten, durch eine sortenreine Sammlung von Bioabfällen zum Klima- und Ressourcenschutz beizutragen. Die Abfallberaterin Frau Jakubitz steht im Umweltamt unter der Telefonnummer 089/909974-60 für Fragen zur Verfügung.

In einem größeren Kontext betrachtet, zeigt die jährliche Abfallbilanz für Deutschland, dass Kunststoffabfälle einen bedeutenden Teil des Abfallaufkommens ausmachen. Diese Abfälle werden unter dem Begriff „gemischte Verpackungen / Wertstoffe“ erfasst. Informationen zu Kunststoffabfällen sind in der Fachserie 19, Reihe 1 „Abfallentsorgung“ veröffentlicht und umfassen sowohl Daten zu Transport- als auch Verkaufsverpackungen. Die Statistik zu Kunststoffen in der grauen Tonne wird unter „Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle“ erfasst. Ein umfassendes Verständnis der Abfallwirtschaft ist entscheidend, um die Herausforderungen der Abfallentsorgung und -trennung gemeinsam zu meistern. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes.