In einer Zeit, in der Gemeinschaft und Spiritualität oft im Hintergrund stehen, hat die Nachricht vom Ableben von Engelbert Hofer viele Menschen in der Region Feldkirchen und darüber hinaus erschüttert. Der beliebte Seelsorger verstarb im Alter von 83 Jahren und hinterlässt ein tiefes Erbe in der katholischen Kirche und bei den Gläubigen. Über 59 Jahre lang war Hofer im priesterlichen Dienst tätig, und seine Hingabe war für viele ein Licht in dunklen Zeiten. Er verstarb versehen mit den heiligen Sakramenten, was für viele eine wichtige Botschaft des Trostes bedeutet.

Engelbert Hofer war nicht nur Stadtpfarrer von Feldkirchen, wo er von 1982 bis 2004 wirkte, sondern auch ein geschätzter Seelsorger in Wolfsberg und Obermillstatt. Seine Verdienste um die Seelsorge und die Gemeinschaft wurden von vielen geschätzt und er blieb bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2018 aktiv. Hofer wird im Priestergrab am Friedhof Obermillstatt beigesetzt, und die Möglichkeit für die Gläubigen, sich von ihm zu verabschieden, wird am Samstag, den 21. Februar, mit Gebetsstunden und einem Requiem in Feldkirchen gegeben. Bischof Josef Marketz wird das Requiem am Sonntag, den 22. Februar, in der Pfarrkirche Obermillstatt zelebrieren.

Ein Leben im Dienst der Gemeinschaft

Hofer wurde 1943 in Obermillstatt geboren und maturierte 1962 am Gymnasium in Tanzenberg. Nach seinem Theologiestudium in Klagenfurt wurde er 1967 zum Priester geweiht. Seine Karriere umfasste verschiedene Stationen, unter anderem als Kaplan in Wolfsberg und Gebietsjugendseelsorger für das Lavanttal von 1973 bis 1982. Dies sind nur einige der vielen Rollen, die er im Laufe seiner 59-jährigen Laufbahn einnahm. Sein Nachfolger, Stadtpfarrer Dr. Christoph Kranicki, beschreibt ihn als außergewöhnlichen Menschen und Brückenbauer, der die Menschen stets zusammenbrachte.

Hofer war nicht nur in der Seelsorge aktiv, sondern auch als Autor tätig. Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter „Dein Engel steht, das weißt du schon, im Himmel nah vor Gottes Thron“ (2019) und „Pilgern in Kärnten“ (2021). Sein Engagement für die Menschen wurde auch durch zahlreiche geleitete Glaubensseminare sichtbar, von denen über 300 stattfanden. Für seine Verdienste wurde er 1980 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet und erhielt anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums 2017 den Wappenring der Stadt Wolfsberg.

Abschied und Gedenken

Die Nachricht von seinem Tod hat in der Region Trauer ausgelöst. Viele Menschen werden sich an seine warmherzige Art und seine unermüdliche Hingabe erinnern. „Herr, gib Engelbert Hofer die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Herr, lass ihn ruhen in Frieden. Amen“, diesen Gebetsspruch werden viele in den kommenden Tagen und Wochen in ihren Herzen tragen.

Für weitere Informationen zu Engelbert Hofers Lebenswerk und den geplanten Abschiedsfeierlichkeiten können die Leser die Kleine Zeitung sowie die Katholische Kirche Kärnten besuchen. Auch auf Krone.at finden sich weitere Informationen und aktuelle Neuigkeiten.