Heute, am 18. Februar 2026, erleben die Gläubigen in Feldkirchen einen besonderen Tag: den Aschermittwoch. Dieser Tag markiert den Beginn der vorösterlichen Bußzeit, auch Fastenzeit genannt, für die meisten Christen weltweit. Traditionell werden die Gläubigen in den Kirchen mit dem Aschenkreuz versehen. Die Asche, die für dieses Ritual verwendet wird, stammt von gesegneten Palmzweigen des Vorjahres und wird durch das Verbrennen dieser Palmzweige gewonnen. Die Worte des Priesters beim Austeilen des Aschenkreuzes, „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst“, reflektieren die Vergänglichkeit des Lebens und leiten die Gläubigen in eine Zeit der Besinnung ein.
Christl Huber, seit 15 Jahren Pfarrgemeinderätin in Feldkirchen, hat in ihrer Funktion die Möglichkeit, ihre empathische Art in die Gemeinschaft einzubringen. Huber, die viele Jahre als Ordinationsassistentin in einer Arztpraxis gearbeitet hat, betont die Bedeutung von Gebet und Dankbarkeit. Diese Werte, so Huber, gehen über den Kirchgang hinaus. „Glück und Zufriedenheit resultieren aus Dankbarkeit für das, was man hat und ist“, erklärt sie. Die Fastenzeit, die 40 Tage dauert und auf die 40 Tage erinnert, die Jesus Christus in der Wüste verbrachte, bereitet die Gläubigen auf Ostern vor.
Rituale und Bedeutung der Fastenzeit
Der Aschenritus hat eine lange Tradition und stammt aus dem 11. Jahrhundert, als Büßer am Aschermittwoch öffentlich ausgeschlossen wurden. Papst Leo XIV. rief in seiner ersten Fastenbotschaft zu einer tiefgreifenden Umkehr auf, die über den Verzicht auf Nahrung hinausgeht. Die Fastenzeit wird nicht nur von Katholiken, sondern auch von Protestanten zunehmend praktiziert, wobei viele an der Initiative „Sieben Wochen ohne“ teilnehmen. Für Katholiken ist der Aschermittwoch ein strenger Fastentag, an dem Enthaltsamkeit und Fasten auf dem Programm stehen.
Die Farbe Violett dominiert in der Liturgie während der Fastenzeit, und Halleluja wird nicht gesungen. Auch der Blumenschmuck in den Kirchen ist auf den vierten Fastensonntag beschränkt. Ab dem 5. Fastensonntag werden Kreuze und Standbilder mit violettfarbenen Tüchern verhüllt. Diese Bräuche, die teilweise im Alpenraum ihren Ursprung haben, haben in den letzten Jahren eine Wiederentdeckung erfahren.
Ein Blick auf die Vielfalt des Fastens
Fasten ist nicht nur ein katholisches Phänomen. Auch im Islam, mit dem Ramadan, und im Judentum, mit den Fastentagen vor Festen, finden wir ähnliche Praktiken. Viele Menschen fasten aus weltlichen Gründen, um ganzheitliches Wohlbefinden oder geistige Freiheit zu erfahren. Die Fastenzeit bietet eine Gelegenheit zur leiblichen und geistigen Reinigung und steht im Zeichen von Buße, Umkehr und Erneuerung.
Insgesamt ist der Aschermittwoch ein wichtiger Tag im christlichen Kalender, der nicht nur die Vergänglichkeit des Lebens symbolisiert, sondern auch die Hoffnung auf Auferstehung, die im Osterfest ihren Ausdruck findet. Die Gemeinschaft in Feldkirchen, unter der Leitung von engagierten Persönlichkeiten wie Christl Huber, zeigt, wie tief verwurzelt diese Traditionen im kulturellen und spirituellen Leben der Menschen sind. Für weiterführende Informationen über die Bedeutung des Aschermittwochs und der Fastenzeit können Sie [hier](weiterlesen) oder [hier](nachlesen). Auch die [SWR Aktuell](berichtet) über die Bedeutung dieser Zeit.