Am 9. Februar 2026 nahmen zahlreiche Trauergäste in der Stadtpfarrkirche Maria im Dorn in Feldkirchen Abschied von Engelbert Hofer, dem langjährigen Stadtpfarrer und Seelsorger, der im Alter von 83 Jahren verstarb. Bei einem feierlichen Requiem, zelebriert von Dechant Erich Aichholzer und unterstützt von Priestern und Diakonen des Dekanats Feldkirchen, wurde das Leben und Wirken Hofers gewürdigt. Die Predigt von Dechant Aichholzer hob hervor, dass Engelbert Hofer nicht nur in der Gemeinde einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, sondern auch als Ehrennadelträger der Stadt Feldkirchen geschätzt wurde. Ein emotionaler Moment war die Anwesenheit des evangelischen Pfarrers Max Reisinger, der ebenfalls am Altar präsent war.
Die musikalische Gestaltung des Requiems übernahm der FeldkirchenChor unter der Leitung von Gisela Gsodam, während Alois Gaggl an der Orgel spielte. Für den Ablauf des Requiems waren Akolyth Otto Hoffmann und Diakon Michael Wedenig verantwortlich. Nach der Messe fand eine „Stunde des Dankens“ statt, gefolgt von der Aussegnung des Sarges durch Stadtpfarrer Mavudila-Bunda. Auf dem Kirchplatz wurden die Trauergäste mit einer Agape empfangen, unter ihnen auch Bürgermeister Martin Treffner, Alt-Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie weitere prominente Persönlichkeiten und Angehörige des Verstorbenen. Engelbert Hofer hinterlässt ein bedeutendes Vermächtnis in der Gemeinde Feldkirchen.
Ein Lebenswerk für die Gemeinde
Engelbert Hofer war über 20 Jahre Stadtpfarrer in Feldkirchen. Er wurde am 7. November 1943 in Obermillstatt geboren und absolvierte 1962 die Matura in Tanzenberg, bevor er 1967 sein Theologiestudium in Klagenfurt mit der Priesterweihe abschloss. Seine berufliche Laufbahn begann er als Studienpräfekt im Marianum Tanzenberg, gefolgt von verschiedenen Positionen als Kaplan und Gebietsjugendseelsorger im Lavanttal. 1982 übernahm er die Pfarre Feldkirchen, die er bis 2004 leitete. Nach seinem Wechsel nach Wolfsberg diente er dort bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2018.
Hofer war nicht nur ein Seelsorger, sondern auch ein Innovator in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit in Kärnten. Er initiierte zahlreiche pastorale Projekte, darunter die Gründung des Jugendzentrums „Arche“ im Frühjahr 2001 sowie die Errichtung des Milleniumskreuzes zur Jahrtausendwende. In den 1980er Jahren setzte er sich für die Erweiterung und liturgische Neugestaltung der Stadtpfarrkirche „Maria im Dorn“ ein und gründete 1986 den FeldKirchen-Chor, um die musikalische Jugendarbeit zu fördern. Für seine humanitären Bemühungen erhielt er 1980 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
Das Requiem im Kontext
Das Requiem, auch als heilige Messe im Gedenken an Verstorbene bekannt, spielt eine zentrale Rolle in der römisch-katholischen und Ostkirche. Der Begriff leitet sich vom Introitus „Requiem aeternam dona eis, Domine“ ab und bezeichnet sowohl die Liturgie der Totenmesse als auch musikalische Kompositionen für das Totengedenken. Requiems können in Verbindung mit der Beisetzung oder unabhängig gefeiert werden, was die Vielfalt und Flexibilität dieser liturgischen Form unterstreicht. In der Geschichte des Requiems finden sich bedeutende Komponisten wie Gabriel Fauré und Giuseppe Verdi, deren Werke auch heute noch aufgeführt werden.
Das Requiem für Engelbert Hofer war nicht nur eine emotionale Hommage an einen geschätzten Priester, sondern auch eine Feier seines Lebenswerks und seines Einflusses auf die Gemeinde. Die Diözese und die Pfarre werden weitere Informationen zu den Begräbnisfeierlichkeiten bekanntgeben, die sicherlich viele Menschen ansprechen werden, die Hofers Wirken und Engagement erlebt haben.