Heute ist der 18.02.2026 und wir berichten über einen Vorfall im Skigebiet Bad Kleinkirchheim–St. Oswald, der in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt hat. Auf der roten Abfahrt (Piste Nr. 24) kam es zu einem schwerwiegenden Unfall, bei dem eine 63-jährige Frau verletzt wurde. Während sie talwärts fuhr, hörte sie plötzlich einen Schrei hinter sich. Ein Snowboarder, der sich im Sturz befand, prallte von hinten gegen die Skifahrerin. Die Frau fiel zu Boden, während der Snowboarder über sie hinweg stürzte. Nach dem Vorfall erkundigte sich der Snowboarder kurz auf Englisch, ob die Frau Hilfe benötigte, fuhr jedoch dann einfach weiter, ohne Unterstützung zu leisten.
Die 63-Jährige konnte nicht selbstständig aufstehen oder weiterfahren. Glücklicherweise wurde sie von der Pistenrettung mit einem Ski-Doo ins Tal gebracht, wo der Rettungsdienst sie mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Spittal an der Drau brachte. Der Snowboarder, der an dem Unfall beteiligt war, konnte bisher nicht identifiziert werden. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Kleinkirchheim unter 059133–2221 zu melden <a href="https://www.klick-kaernten.at/1495632026/snowboarder-nach-pistenunfall-gefluechtet/„> (weitere Informationen hier).
Verletzungen im Wintersport
Der jüngste Vorfall ist nicht isoliert zu betrachten. Die Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) zeigt einen alarmierenden Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport nach der Pandemie. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrerinnen medizinische Behandlung, und rund 7.000 Skifahrerinnen erlitten so schwere Verletzungen, dass eine stationäre Behandlung notwendig war. Nahezu die Hälfte dieser Verletzten musste operiert werden.
Besonders auffällig ist, dass die häufigsten Verletzungen das Kniegelenk betreffen, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. während Knieverletzungen bei Frauen deutlich häufiger auftreten, sind es bei Männern vor allem Schulterverletzungen. Kollisionen, wie der, der in Bad Kleinkirchheim stattfand, machen etwa ein Fünftel aller Unfälle aus. Zudem sind beim Snowboarden oft die oberen Extremitäten betroffen, insbesondere Handgelenk und Unterarm, während Beinverletzungen seltener sind.
Prävention und Sicherheit
In Deutschland gibt es derzeit keine belastbaren nationalen Erhebungen zu Snowboardverletzungen. Um das Verletzungsrisiko zu senken, ist eine gute Vorbereitung auf der Piste entscheidend. Dazu gehören gewartete Ski oder Snowboards, korrekt eingestellte Bindungen sowie geprüfte Helme und funktionale Kleidung. Auch eine körperliche Vorbereitung und das Aufwärmen vor dem Skifahren können helfen, das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten im Wintersport umfassen unter anderem die Rücksichtnahme auf andere, eine angepasste Geschwindigkeit, die Wahl der Fahrspur, sicheres Überholen, Anhalten am Pistenrand, die Beachtung von Zeichen sowie die Hilfeleistung bei Unfällen. All diese Aspekte sind wichtig, um die Sicherheit auf den Pisten zu gewährleisten und solche Vorfälle zu vermeiden <a href="https://www.sicherheit.sport/sportpraxis/schneesport-2/„> (mehr dazu hier).