Am Dienstag, den 17. Februar 2026, ereignete sich in Bad Kleinkirchheim ein schwerer Skiunfall, bei dem eine 63-jährige Frau, die mit Alpinskiern auf der Spitzeckabfahrt unterwegs war, verletzt wurde. Der Unfall wurde durch einen Snowboarder verursacht, der während seines Sturzes von hinten mit der Frau kollidierte. Laut der Polizeiinspektion Bad Kleinkirchheim beging der Snowboarder daraufhin Fahrerflucht, nachdem er in englischer Sprache gefragt hatte, ob die Frau Hilfe benötige. Leider konnte die verletzte Frau nicht selbstständig aufstehen oder weiterfahren und musste vom Pistenrettungsdienst mit einem Skidoo ins Tal gebracht werden. Sie wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Spittal an der Drau eingeliefert. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, die sich unter der Telefonnummer 059133-2221 melden können. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Artikel auf 5min.at zu finden.

Dies ist nicht der einzige Vorfall dieser Art in der Region. Ein weiterer Skiunfall in St. Oswald, Kärnten, führte ebenfalls zu Fahrerflucht, jedoch sind hier keine Details zum Unfallhergang oder zu möglichen Verletzten bekannt. Die Polizei ermittelt auch in diesem Fall, um die genauen Umstände zu klären. Informationen dazu können auf kaernten.orf.at nachgelesen werden.

Die Unfallzahlen im alpinen Skisport

Die besorgniserregenden Vorfälle auf den Pisten werfen ein Licht auf die allgemeine Sicherheit im Wintersport. Laut der Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) ist ein Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport nach der Pandemie festzustellen. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrerinnen medizinische Behandlung, wobei rund 7.000 von ihnen so schwer verletzt wurden, dass eine stationäre Behandlung notwendig war. Nahezu die Hälfte dieser Verletzten musste operiert werden, was die Dringlichkeit von präventiven Maßnahmen unterstreicht.

Besonders alarmierend ist, dass Kollisionen, wie sie auch im Fall der 63-jährigen Frau vorkamen, etwa ein Fünftel aller Unfälle im Skisport ausmachen. Bei Frauen treten Knieverletzungen häufig auf, während Männer eher Schulterverletzungen erleiden. Im Snowboarden sind vor allem die oberen Extremitäten betroffen. Die SIS fördert seit vielen Jahren die wissenschaftliche Erfassung von Unfallrisiken sowie präventive Maßnahmen im Wintersport, um die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen.

Für alle Wintersportlerinnen ist es wichtig, sich der FIS-Verhaltensregeln bewusst zu sein. Diese beinhalten unter anderem Rücksicht auf andere Skifahrer*innen, die Beherrschung der Geschwindigkeit sowie das Anhalten nur am Pistenrand. Eine gute Vorbereitung, einschließlich gewarteter Ski oder Snowboards und korrekter Ausrüstung, ist unerlässlich, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ein Aufwärmen vor dem Skifahren kann ebenfalls helfen, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit auf den Pisten zu gewährleisten.