Am 12. Juni 2025 hat Bundestrainer Christian Wück das Aufgebot der deutschen Fußballerinnen für die bevorstehende EM in der Schweiz bekanntgegeben. Der Kader besteht aus 23 Spielerinnen und steht bereit für das Turnier, das vom 2. bis 27. Juli stattfinden wird. Wück setzt sowohl auf Erfahrung als auch auf frisches Talent, um das Team bestmöglich vorzubereiten. Besonders im Fokus steht die Kapitänin Giulia Gwinn vom FC Bayern sowie die Torjägerin Lea Schüller. Auch die erfahrene Torhüterin Ann-Katrin Berger und Mittelfeldspielerin Sara Däbritz, die in ihrer Karriere bereits 108 Länderspiele bestritten hat, sind Teil des Kaders.

Die DFB-Frauen werden ihren ersten EM-Einsatz am 4. Juli in St. Gallen gegen Polen haben, gefolgt von weiteren spannenden Begegnungen gegen Dänemark und Schweden. Auf dem Papier wirkt das Team stark, wobei Wück mit elf Spielerinnen plant, die bereits 2022 im EM-Finale gestanden hatten. Interessanterweise befinden sich Felicitas Rauch und Nicole Anyomi nicht im Kader, nachdem sie die Kommunikation des Bundestrainers kritisch hinterfragt hatten.

Ein Mix aus erfahrenen und aufstrebenden Talenten

Die Nominierung von Cora Zicai, die aufgrund vorheriger Muskelbeschwerden Sorgen bereitete, ist ein mutiger Schritt – schließlich bringt die 20-jährige Spielerin vom SC Freiburg frischen Wind ins Team. Nichtsdestotrotz bleibt Alara Sehitler vom FC Bayern vorerst nur auf Abruf gesetzt. Ein besonders schmerzhafter Ausfall ist der von Lena Oberdorf, die aufgrund eines Kreuzbandrisses nicht zur EM fahren kann, während Sara Doorsoun ihre Laufbahn im Nationalteam beendet hat.

Insgesamt hat der DFB einen Kader zusammengestellt, der sowohl erfahrene Spielerinnen als auch sieben Turnierneulinge umfasst, was die Ambitionen der Mannschaft unterstreicht, im Frauenfußball die nächsten Schritte zu gehen. Bayern München stellt mit sieben Spielerinnen den größten Block, und es bleibt abzuwarten, wie sich deren Zusammenspiel in den ersten Partien zeigen wird.

Einblick in die Vorbereitungen

Die Vorbereitung auf das Turnier startet am 19. Juni in Herzogenaurach, und für die ersten Trainingseinheiten haben bereits einige Fans ihr Interesse bekundet. Auch Alexandra Popp, die Urgestein des DFB-Teams, hat betont, dass der aktuelle Hype um den Frauenfußball genutzt werden sollte, um das Interesse an diesem Sport langfristig zu fördern. Sie hat diesbezüglich Bedenken, dass die Aufmerksamkeit nicht von Dauer sein könnte.Sport.sky berichtet, dass über 2000 Fans ein öffentliches Training besuchten, was Hoffnung auf eine stetige Unterstützung nährt.

Blickt man weiter in die Zukunft, sind die DFB-Frauen nicht nur auf das EM-Turnier fokussiert, sondern auch auf die kommende WM-Qualifikation 2023 in Australien und Neuseeland. Trainer Wück verfolgt mit seinem Team ambitionierte Ziele und wird alles daran setzen, das Erbe der Vize-Europameisterinnen von 2022 weiterzuführen.

Obwohl die Herausforderungen groß sind, bleibt die Motivation der Spielerinnen hoch. Gemeinsam mit den Fans möchten sie den Frauenfußball weiter voranbringen und sich als Top-Team etablieren.