In Rust, einer charmanten Gemeinde im Süden Deutschlands, stehen aufregende Entwicklungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur an. Der Bau eines neuen Rad- und Gehwegs entlang der K 5349, einschließlich einer Brücke über die Alte Elz, wurde beschlossen. Damit soll nicht nur das Radwegenetz verbessert, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlicher Mobilität unternommen werden. Dies wurde in der letzten Gemeinderatssitzung als essenziell erachtet, um Umwege für Radfahrer zu vermeiden und die Sicherheit zu erhöhen. Der Masterplan Radverkehr sieht diesen Lückenschluss über die Elz als bedeutenden Fortschritt vor, um Radsportler und Fußgänger sicher zu verbinden. Die Kommune hat einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zugestimmt, die die Umsetzung des Projekts an die Gemeinde überträgt, während der Kreis Eigentümer des Radwegs und der Brücke bleibt. Die Gesamtkosten des Bauprojekts betragen 1,2 Millionen Euro und sind im Doppelhaushalt 2025/2026 des Landkreises veranschlagt. Die Gemeinde Rust geht in Vorleistung und wird dem Landkreis später Abschlagsrechnungen stellen. Dabei wird der Großteil der Kosten vom Kreis übernommen, was die finanzielle Belastung für die Gemeinde minimiert. Besonders betont wurde die Priorität der Brücke über die Alte Elz, wobei auch zukünftige Pläne für eine Unterführung für Radler und Fußgänger bei der K 5349 in Aussicht stehen. Weitere Informationen sind in einem Artikel des Schwarzwälder Boten zu finden.

Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Ortsstraßen

Im Rahmen des umfassenden Masterplans Verkehr, der seit 2017 in Planung ist, sollen die Ruster Ortsstraßen entlastet und der Anfahrtsverkehr zum Europa-Park entzerrt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen hat Ende 2023 begonnen und zielt darauf ab, sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Attraktivität der Geh- und Radwege zu erhöhen. Zu den Maßnahmen zählt der Neubau einer Umfahrung um den Großparkplatz des Europa-Parks sowie eine neue Zufahrt zum Camp-Resort. Die Europa-Park-Straße wird als Einbahnstraße in Richtung Rheinweg ausgewiesen, während der Verkehr aus dem Rheinweg über die neue Umfahrung in Richtung Autobahn geleitet wird. Eine sichere Fahrbahnquerung für Rad- und Fußverkehr am Knotenpunkt Rheinweg und Europa-Park-Straße wird ebenfalls eingerichtet.

Für Fußgänger wird der ehemalige Geh- und Radweg ungestört als Gehweg genutzt, während die östliche Fahrspur der Europa-Park-Straße für den Radverkehr vorgesehen ist, um einen sicheren Zweirichtungsverkehr zu gewährleisten. Der barrierefreie Ausbau des Rheinwegs zwischen Blinde Elz und Austraße, der im November 2023 beginnt, wird den Zugang zur Region weiter verbessern. Die neue Platzgestaltung wird im Sinne einer Begegnungszone („Shared Space“) konzipiert. Der Masterplan Verkehr und Parkierung verfolgt das Ziel, den ruhenden Verkehr zu ordnen, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und die Verkehrsbelastung in Rust zu reduzieren. Die Bürger wurden aktiv in den Neugestaltungsprozess einbezogen, und die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses wurden Mitte November 2023 vorgestellt. Für detaillierte Informationen kann die Webseite der Gemeinde Rust besucht werden, die weitere Einblicke zu den Plänen bietet: rust.de.

In den Kontext einordnen

Die Entwicklungen in Rust sind Teil eines größeren Trends, der sich in vielen deutschen Gemeinden abzeichnet: die Förderung einer nachhaltigen und sicheren Radverkehrsinfrastruktur. Ähnlich wie im Märkischen Kreis, wo ein „Masterplan Radverkehrsnetz MK“ entwickelt wurde, um ein sicheres Radverkehrsnetz zu schaffen, verfolgt Rust das Ziel, ein durchgängiges und sicheres Radverkehrsnetz zu entwickeln. In Meinerzhagen beispielsweise wurden überregionale Radwege priorisiert, die Kommunen miteinander verbinden. Diese Initiativen zeigen, dass die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur nicht nur lokal, sondern auch regional von Bedeutung ist. Die Gesamtkosten für die Umsetzung solcher Masterpläne betragen oft mehrere Millionen Euro, wobei Bund, Land und Kommunen gemeinsam die Finanzierung tragen. Solche Projekte sind entscheidend, um den Radverkehr zu fördern und die Mobilität in den Gemeinden zu verbessern. Weitere Informationen hierzu findet man unter meinerzhagen.de.