Natalia Wörner, die am 7. September 1967 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren wurde, ist nicht nur eine bekannte Schauspielerin, sondern auch eine talentierte Schriftstellerin. Sie bezeichnete sich im Jahr 2021 als gnadenlose Optimistin und hat in über 80 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihrer älteren Schwester und ihrer Mutter, einer Lehrerin, sowie ihren Groß- und Urgroßeltern. Wörner wechselte während ihrer Schulzeit viermal die Schule auf eigenen Wunsch und zog mit 17 in eine eigene Wohnung. Um sich das Schauspielstudium zu finanzieren, arbeitete sie als Model. Ihr erstes Erscheinen im deutschen Fernsehen war 1992 in „Thea und Nat“. Bereits 1994 gab sie ihr Kinodebüt in „Frauen sind was Wunderbares“ und „Die Sieger“.[1]
Wörners Durchbruch gelang 1994 in Dominik Grafs Actionthriller „Die Sieger“. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch ihre Rollen als Kommissarin Jana Winter in der ZDF-Krimireihe „Unter anderen Umständen“ und als Karla Lorenz in der ARD-Fernsehreihe „Die Diplomatin“. In diesen Serien feiert sie bald das 20-jährige Jubiläum und wird in Kürze ihr 35-jähriges Berufsjubiläum feiern. Ihre darstellerischen Fähigkeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie 1997 den Goldenen Gong für ihre Rolle im „Tatort: Perfect Mind – Im Labyrinth“ und 2000 den Deutschen Fernsehpreis für „Bella Block“.[2]
Vielseitige Künstlerin
Die Liebe zur Musik begleitet Natalia Wörner durch ihr Leben, und in ihrer Freizeit engagiert sie sich für soziale Projekte. Seit 2006 ist sie Botschafterin für die Kindernothilfe und unterstützt Projekte in Kenia. Für ihr Engagement für Kinderrechte wurde sie 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zudem veröffentlichte sie 2015 das Buch „Heimatlust“, in dem sie sich mit ihrer schwäbischen Heimat auseinandersetzt.[1]
In ihrem Privatleben hatte Wörner mehrere Beziehungen, darunter eine langjährige mit ihrem Schauspielkollegen Herbert Knaup, die von 1993 bis 2001 dauerte. Von 2004 bis Anfang 2008 lebte sie mit dem Kanadier Robert Seeliger zusammen, mit dem sie 2006 einen Sohn, Jacob Lee, bekam. Nach ihrer Scheidung im Jahr 2008 wurden Wörner und Heiko Maas, der damalige Bundesminister, im Frühjahr 2016 als Paar bekannt, trennten sich jedoch im August 2023.[2]
Ein Blick auf die Schauspielgeschichte
Natalia Wörner ist Teil einer langen Tradition talentierter deutscher Schauspielerinnen. Von früh an prägten Frauen wie Charlotte Ander, Barbara Auer und Karin Baal die deutsche Film- und Fernsehlandschaft. Diese Künstlerinnen eröffneten den Weg für nachfolgende Generationen wie Wörner, die durch ihre Vielseitigkeit und ihr Engagement hervorstechen. Im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen zeigt Wörner, dass auch heute noch starke Frauen in der Branche präsent sind, die sowohl schauspielerisch als auch gesellschaftlich aktiv sind. Wörners Karriere ist nicht nur ein Beispiel für individuelles Talent, sondern auch ein Spiegelbild des Wandels in der deutschen Unterhaltungsindustrie.[3]
Heute, am 22. Februar 2026, bleibt Natalia Wörner eine inspirierende Figur der deutschen Film- und Fernsehgeschichte. Ihre Fähigkeit, Rollen zu verkörpern, die sowohl stark als auch verletzlich sind, macht sie zu einer unverwechselbaren Stimme in der Branche. Mit Blick auf die Zukunft dürfen wir gespannt sein, welche neuen Projekte und Herausforderungen sie annehmen wird.