In der heutigen digitalen Welt ist die Cross-Platform-Entwicklung ein heiß diskutiertes Thema. Immer mehr Unternehmen setzen auf diese Technologie, um ihre Anwendungen effizient und kostensparend zu erstellen. Marcel Koch, der mit einem siebenköpfigen Team kleine und mittelständische Unternehmen berät, hat sich auf die Entwicklung von Cross-Platform-Apps spezialisiert. Dabei kommen bevorzugt Technologien wie TypeScript, Rust, Flutter und Java zum Einsatz. Ein zentraler Fokus liegt auf CI/CD (Continuous Integration/Continuous Deployment) und Infrastructure as Code (IaC). Durch Schulungen in Gewaltfreier Kommunikation, Transaktionsanalyse und Agilität wird zudem Wert auf die persönliche Entwicklung gelegt. In seinen Veröffentlichungen und Podcasts setzt sich Koch kritisch mit Cloud-Hypes auseinander und beleuchtet die Möglichkeiten, die die Programmiersprache Rust für Cross-Plattformprojekte bietet, insbesondere im Rahmen des neuen Frameworks Crux.

Das erste Kapitel von Kochs Artikelserie behandelt grundlegende Konzepte einer langlebigen Cross-Plattform-Architektur und führt das MVVM-Pattern (Model-View-ViewModel) mit Rust ein. Crux, das in Rust geschriebene Framework, implementiert diese Konzepte und bringt neue Begriffe ins Spiel. Hier wird „Aktion“ zu „Event“ umbenannt, „State“ wird zu „Model“, während „ViewModel“ gleich bleibt. Crux führt auch die Konzepte Effect und Command ein, die Seiteneffekte der hexagonalen Architektur repräsentieren und Events mit Effekten verknüpfen. Ein Beispiel für die Anwendung dieser Konzepte ist die Übertragung einer E-Mail-App auf das Crux-Framework. Die Definitionen für Event, Model und ViewModel in Rust werden klar umrissen, und die App-Implementierung wird in drei Blöcke unterteilt.

Die Architektur von Crux

Crux ist nicht nur ein weiteres Framework; es zielt darauf ab, die Testbarkeit, Wiederverwendbarkeit von Code, Sicherheit und die Bereitstellung besserer Werkzeuge zu verbessern. Die Architektur besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Core, der in Rust geschrieben ist und die Geschäftslogik enthält, sowie der Shell, die in plattformspezifischer Sprache wie Swift, Kotlin oder TypeScript implementiert wird. Diese Shell bietet Schnittstellen zur Außenwelt, wobei eine native FFI (Foreign Function Interface) zwischen Core und Shell für Typüberprüfung und Nachrichtenübertragung sorgt. Hierbei bleibt der Core weitgehend nebenwirkungsfrei, was die Unterstützung von WebAssembly erleichtert und die Logik der Effekte trennt.

Die Benutzeroberfläche wird mit modernen deklarativen UI-Frameworks wie Swift UI, Jetpack Compose oder React/Vue erstellt, was eine nativen Benutzererfahrung ermöglicht. Die starke Typisierung sorgt dafür, dass Änderungen im Core zu Build-Fehlern in der Shell führen, was eine hohe Sicherheit gewährleistet. Crux verfolgt das Ziel, den Großteil des Anwendungscodes in Rust zu schreiben und das Verhalten im Core zu kapseln, um eine Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten.

Vorteile und Herausforderungen der Cross-Platform-Entwicklung

Cross-Platform-Entwicklung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie ermöglicht die Entwicklung von Anwendungen mit einem einzigen Codebase für mehrere Plattformen wie iOS, Android und Web. Dies unterscheidet sich grundlegend von der nativen Entwicklung, die separate Codebases für jede Plattform erfordert. Die Vorteile der Cross-Platform-Entwicklung sind vielfältig: Kosteneinsparungen von bis zu 40 %, eine beschleunigte Markteinführung neuer Features, eine einheitliche Nutzererfahrung und vereinfachte Wartung sind nur einige davon.

Dennoch gibt es auch Herausforderungen. Besonders die Performance kann beeinträchtigt sein, vor allem bei grafikintensiven Anwendungen. Der Zugriff auf plattformspezifische Hardware-Features kann eingeschränkt sein, und unterschiedliche Design-Philosophien von iOS und Android erfordern oftmals Anpassungen. Komplexität beim Debugging und der Fehlerbehebung sind ebenfalls häufige Stolpersteine auf dem Weg zur erfolgreichen Cross-Platform-App.

Die Zukunft der Cross-Platform-Entwicklung

Die Technologielandschaft verändert sich rasant, und große Unternehmen wie Google mit Flutter, Meta mit React Native und Microsoft mit .NET MAUI treiben die Entwicklung voran. Die Marktchancen für mobile Anwendungen wachsen, und die Cross-Platform-Entwicklung ermöglicht eine maximale Marktabdeckung. Gleichzeitig gelten moderne Frameworks wie Crux als zukunftssicher, da sie kontinuierlich verbessert werden und große Unternehmen ihre Unterstützung bieten.

Insgesamt zeigt sich, dass Cross-Platform-Entwicklung nicht nur für Start-ups von Interesse ist, sondern auch für standardisierte Anwendungen von großem Nutzen sein kann. Der technologische Fortschritt in Frameworks, die Integration von KI-Tools und die ständige Verbesserung der Benutzererfahrungen werden die Zukunft dieser Entwicklung maßgeblich beeinflussen.

Für tiefere Einblicke in die Cross-Platform-Entwicklung und die Verwendung von Crux sei auf die detaillierten Informationen in den Artikeln von Marcel Koch verwiesen, die unter Heise sowie die umfassenden Details über Crux unter Red Badger zu finden sind. Zusätzliche Kontextualisierungen bietet der Artikel über moderne Cross-Platform-Entwicklung unter Martinsfeld.

Heute ist der 6.02.2026