Die Geissens, das umstrittene Reality-TV-Paar aus der Sendung „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“, stehen erneut im Fokus der Öffentlichkeit. Diesmal sind es die Eindrücke von Carmen Geiss (60), die sie auf Instagram teilte. Ihr Post, in dem sie eine Show im Europapark als „atemberaubend, mit viel Witz, Akrobatik und Spannung“ lobt, hat einen Shitstorm ausgelöst. Kritische Kommentare zielen besonders auf den Einfluss von Tieren in der Show ab. Viele Nutzer fordern ein Verbot solcher Aufführungen und äußern deutliche Vorwürfe der Tierquälerei. Wie fnp.de berichtet, ist dies nicht der erste Vorfall, in dem Carmen Geiss wegen mutmaßlicher Tierquälerei in der Kritik steht.
Nach einem früheren Vorfall, bei dem Carmen beim Angeln einen gefangenen Fisch zurück ins Wasser setzte, äußerten Tierschützer bereits Bedenken. Nutzer hoben hervor, dass die „Catch and Release“-Methode in Deutschland weitgehend verboten ist und gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Laut einem deutschen Tierschutzstrafrecht ist das Töten eines Tieres ohne vernünftigen Grund strafbar und auch das Zufügen von erheblichen Schmerzen ist untersagt, wie lto.de erläutert.
Shitstorm um den Umgang mit Hunden
<pDie Kontroversen um Carmen Geiss reißen nicht ab. Vor kurzem postete sie ein Video, in dem ihre Töchter Shania und Davina mit den Familienhunden spielen. Während sie den aufmerksamen Blick der Zuschauer als "so süß" bezeichnete, sahen viele in dem Video ein Beispiel für unangemessenes Verhalten. Tierschützer von Peta gaben zu bedenken, dass der Hund Dex offensichtlich nicht freudig auf die Aufmerksamkeit der Kinder reagierte. Die Fachreferentin Jana Hoger erklärte, dass die Körpersprache des Tieres darauf hinweise, dass es bedrängt wird, und empfahl, die Kinder dringend auf den richtigen Umgang mit Hunden zu schulen. Dies stellte sich als hitziges Thema heraus, das erneut in den sozialen Medien zu wütenden Reaktionen führte, während Carmen Geiss sich wütend über die Kritik äußerte und Peta dazu aufforderte, sich mit bedeutenderen Themen auseinanderzusetzen.
In ihrer Antwort stellte sie klar, dass sie seit Jahren Hunde besäße und dass diese stets gehorchten, ohne dass sie eine Hundeschule besucht haben. Dennoch gab sie zu, dass die Aufregung über ihr Video die Gemüter erhitzte, und kritisierte Peta, sich lieber gegen die Massentierhaltung einzusetzen. Es ist ein Thema, das bei den Geissens anscheinend schwer auf den Schultern lastet, und das ohne Zweifel ein Zeichen dafür ist, dass die Diskussion über den richtigen Umgang mit Tieren in der Gesellschaft immer noch mehr Aufmerksamkeit benötigt.
Ein Blick auf die Realität des Tierschutzes
Die Debatte über die Geissens und ihren Umgang mit Tieren wirft ein licht auf ein größeres Problem in Deutschland. Trotz eines bestehenden Tierschutzgesetzes, das sowohl für Haustiere als auch für Nutztiere gültig ist, wird Tierquälerei häufig nicht ausreichend verfolgt. Anklagen wegen gravierender Vergehen an Nutztieren sind äußerst selten, und oft enden Verfahren ohne ausreichende Strafverfolgung. Nur eine kleine Anzahl von Verurteilungen führt tatsächlich zu höheren Strafen, wie lto.de berichtet. Dies führt zu der Frage, wie ernst der Tierschutz in der Praxis wirklich genommen wird und ob sich hier in der Zukunft etwas ändern wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geissens mit ihren neuesten Ausflügen wieder einmal als Brennpunkt für Diskussionen über Tierwohl und Tierschutz dienen, während gleichzeitig die Lücken im deutschen Tierschutzrecht immer deutlicher zutage treten.