In einer beeindruckenden Zeremonie wurde kürzlich Österreichs größter Windpark zwischen Neusiedl und Weiden am See eröffnet. Infrastrukturminister Peter Hanke und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gaben dem neuen Windpark offiziell den Startschuss. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für die Energiewende in Österreich und zeigt, wie die Region Burgenland sich aktiv um eine nachhaltige Energiezukunft bemüht. Der Windpark wurde im Rahmen eines „Repowerings“ aus 44 bestehenden Windrädern, die abgebaut und recycelt wurden, neu gestaltet. Dabei wurden 23 hochmoderne Windkraftanlagen errichtet, deren Leistungskraft sich verdoppelt hat. Nun hat der Windpark eine Gesamtleistung von 122 Megawatt und kann damit etwa 70.000 Haushalte mit Strom versorgen (siehe auch Quelle).
Die neuen Windkraftanlagen erreichen beeindruckende Höhen von bis zu 244 Metern, und die Rotorblätter wiegen jeweils stolze 20 Tonnen bei einer Länge von 75 Metern. Bei der offiziellen Eröffnung betätigten Hanke und Doskozil den Einschaltknopf eines neuen Windrades, was als echtes Einschalten gefeiert wurde. Minister Hanke hob die Bedeutung des Windparks für die Industriestrategie der Bundesregierung hervor und betonte dessen Rolle für die Versorgungssicherheit in den Wintermonaten. Landeshauptmann Doskozil bezeichnete das Projekt als entscheidenden Schritt zur energieunabhängigen Bilanz des Burgenlands bis 2030.
Nachhaltige Energiezukunft
Die jährliche Stromproduktion des Windparks beträgt 251 Millionen Kilowattstunden. Damit leistet das Projekt nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Stromversorgung, sondern unterstützt auch die übergeordneten Ziele Österreichs, bis 2050 klimaneutral zu werden. Im Rahmen dieser Strategie soll der Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch bis 2030 auf 46-50% erhöht werden. Das Burgenland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 bilanziell energieunabhängig zu sein, wozu auch ein geplanter Hybridpark mit einer Agri-Photovoltaikanlage am Standort beitragen soll (siehe auch Quelle).
Zusätzlich zur Windkraft wird die Kombination aus Wind und Solarenergie immer wichtiger. Ein aktuelles Projekt, das Agri-PV-Hybridkraftwerk, hat bereits den Probebetrieb aufgenommen und erreicht eine Gesamtleistung von 17 MWp. Diese innovative Lösung soll rund 6.320 Haushalte mit Strom versorgen und die jährliche Betriebsdauer der Kombination von Wind und Sonne auf 4.000 Stunden erhöhen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen im Burgenland sind Teil eines größeren Trends in Österreich, wo erneuerbare Energien im Jahr 2023 über 87% der Primärenergieerzeugung ausmachten. Diese positive Entwicklung wird durch den kontinuierlichen Anstieg der kumulierten Nennleistung aller Windenergieanlagen unterstützt. Im Jahr 2023 wurden 331 Megawatt neu installiert, obwohl für 2024 ein Rückgang erwartet wird (siehe auch Quelle).
Die Vision für die Zukunft ist klar: Österreich strebt an, bis 2050 nicht nur klimaneutral zu werden, sondern auch 100% des inländischen Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Die Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele erfordert jedoch kontinuierliche Investitionen in Infrastruktur und innovative Technologien. Mit Projekten wie dem Windpark Neusiedl-Weiden ist das Burgenland auf einem guten Weg, diese Vision Realität werden zu lassen.