In Oberwart stehen 2023 aufregende Veränderungen an, die das Stadtbild und die Lebensqualität erheblich verbessern sollen. Die Stadt investiert in mehrere wichtige Projekte, die sowohl die Infrastruktur als auch den Wohnbau betreffen. Besonders hervorzuheben ist die Renaturierung des Wehoferbachs, für die rund 5,22 Millionen Euro eingeplant sind. Diese umfassenden Maßnahmen begannen im März 2023 und sollen bis 2027 abgeschlossen sein. Damit wird es sich um das größte innerstädtische Renaturierungsprojekt im Burgenland handeln, das auch vom Bund und dem Land Burgenland gefördert wird.
Die Renaturierung umfasst die Öffnung und Neugestaltung des überdeckten Kastengerinnes des Wehoferbaches. Ein neuer mäandrierender Bachlauf wird gestaltet, der mit Steinstufen für Fische und naturnahen Grünbereichen ergänzt wird. Zugänge zu wichtigen Einrichtungen wie dem Freibad, einem Kindergarten und weiteren Orten werden neu geschaffen, um die Erreichbarkeit und Sicherheit zu erhöhen. Die Maßnahmen zielen nicht nur darauf ab, die Hochwassergefahr zu reduzieren, sondern auch die veraltete Bacheindeckung zu erneuern. Ein kombinierter Geh- und Radweg entlang des renaturierten Bachlaufs ist ebenfalls in Planung.
Sanierungsprojekte und Wohnbau
Insgesamt fließen über 800.000 Euro in Straßensanierungsprojekte. Zentrale Sanierungsmaßnahmen sind für 2026 in der Schubertgasse, Johann-Strauß-Gasse und Prinz-Eugen-Straße vorgesehen. Ein weiteres bedeutendes Projekt ist das „Haus der Volksgruppen“, für das etwa 20 Millionen Euro investiert werden. Das neue Gebäude wird einen Veranstaltungssaal, Seminarräume, Büros, eine Bibliothek, Gastronomie und Startwohnungen umfassen. Zudem wird die Stadtgemeinde eine Kredithaftung von 1,5 Millionen Euro für Inform Events übernehmen, um Investitionen am Messegelände zu fördern.
Der Wohnbau in Oberwart entwickelt sich ebenfalls positiv. Projekte wie „The Village“ in der Riedlingsdorfer Straße sowie neue Wohnungen in der Schulgasse bieten frischen Wohnraum. Die Neue Eisenstädter plant moderne Reihenhäuser in mehreren Etappen in der Mühlgasse. Diese Investitionen sind Teil eines umfassenden Plans zur nachhaltigen Stadtentwicklung, der darauf abzielt, ein lebenswertes Umfeld für zukünftige Bewohner zu schaffen.
Naturnahe Gewässerentwicklung
Die Renaturierung des Wehoferbachs steht im Einklang mit den Zielen der Gewässerentwicklung, die eine naturnahe Gestaltung und Verbesserung der Durchgängigkeit für Flora und Fauna anstreben. Bauliche Maßnahmen zur Gewässerentwicklung in Siedlungsbereichen sind oft eingeschränkt, jedoch ist die Verbesserung der Durchgängigkeit sowie von Sohle und Ufer in vielen Fällen umsetzbar. Die Renaturierungsmaßnahmen zielen auf die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Geschiebetransport und die Verbesserung des Lebensraums für verschiedene Arten ab.
Das Projekt in Oberwart wird nicht nur einen positiven Einfluss auf das Stadtbild haben, sondern auch die ökologische Qualität des Gewässers verbessern. Maßnahmen wie der Rückbau von Querbauwerken und die Installation von Auf- und Abstiegshilfen sind entscheidend, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Lebensräume zu fördern. Die Gestaltung einer naturnahen Sohle trägt zur Strukturvielfalt bei und ist wichtig für die ökologische Aufwertung urbaner Gewässer.
Insgesamt zeigt Oberwart mit diesen Projekten, wie Stadtentwicklung und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Die Investitionen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um eine lebenswerte und nachhaltige Stadt für alle zu schaffen. Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auch in den ausführlichen Berichten auf Aktuelle Nachrichten und Oberwart.gv.at.