In Oberwart hat die burgenländische Taskforce „Vorsorgeabklärung Luftqualität“ diese Woche mit Luftmessungen begonnen. Dies geschieht im Rahmen einer Initiative, die auf eine Analyse von Greenpeace reagiert, die an neun Standorten Asbest im Gestein festgestellt hat. Die erste Messung fand direkt vor und hinter dem Bürofenster des Bürgermeisters Georg Rosner statt. Die Taskforce hat sich zum Ziel gesetzt, die von Greenpeace kritisierte Asbestbelastung zu überprüfen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Messungen Aufschluss über die gesundheitlichen Risiken geben, die mit Asbest in der Luft verbunden sind. Asbest kann beim Einatmen ernsthafte gesundheitliche Risiken verursachen, darunter Krebs.

Die Präsentation der Taskforce fand am 26. Januar 2026 statt. Laut Greenpeace enthielten Materialproben aus Rechnitz, Oberwart und Neumarkt im Tauchental teilweise über 50 Prozent Asbest. Ab einem Anteil von 0,1 Prozent gilt Material bereits als gefährlicher Abfall. Betroffene Standorte sind unter anderem die Klinik Oberwart und der Skatepark Rechnitz. Diese Erkenntnisse haben die örtlichen Behörden in Alarmbereitschaft versetzt und die Notwendigkeit von Luftmessungen in der Region unterstrichen. Für die Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, über die potenziellen Gefahren informiert zu sein.

Asbest in der Umwelt

Asbest ist noch heute in vielen Bereichen der Umwelt und in Wohnräumen anzutreffen, da es vor seinem Verbot in langlebigen Bauprodukten verwendet wurde. Es gibt verschiedene Formen von Asbest, die sich durch ihre Bindungseigenschaften unterscheiden. Früher galt schwach gebundener Asbest als gefährlicher, jedoch können auch aus fest gebundenen Produkten beim Bearbeiten Asbestfasern freigesetzt werden. Problematische Produkte sind beispielsweise Spritzasbest, der durch Erschütterungen und Alterung leicht Fasern freisetzen kann.

Schwach gebundener Asbest kann einen Asbestanteil von über 60 Prozent aufweisen und ist in vielen älteren Gebäuden zu finden. Auch Vinyl-Bodenbeläge aus den 1960er Jahren enthalten oft asbesthaltige Materialien. In den 1980er und 1990er Jahren wurden viele öffentliche und Verwaltungsgebäude mit schwach gebundenem Asbest saniert. Bei normaler Nutzung von Asbestzementprodukten besteht in der Regel keine Gesundheitsgefahr, solange diese in einwandfreiem Zustand sind und nicht mechanisch bearbeitet werden.

Gesundheitsrisiken und Vorsorgemaßnahmen

Die Unsicherheit über den Einsatz von Asbest in Immobilien kann bei Renovierungen oder Sanierungen zu ernsthaften Problemen führen. Kritisch sind vor allem Arbeiten, die Produkte zerstören oder mechanisch bearbeiten, wie Bohren, Sägen oder Schleifen. Unsachgemäße Bearbeitung kann zu einer Freisetzung größerer Fasermengen führen, was die Gesundheit gefährden kann. Daher ist es wichtig, dass die Bürger informiert sind und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Die laufenden Luftmessungen der Taskforce sind ein wichtiger Schritt, um die Asbestbelastung in der Region zu erfassen und mögliche Risiken zu minimieren.

Für weitere Informationen zu Asbest und seinen Gesundheitsrisiken kann die Webseite des Umweltbundesamtes konsultiert werden. Dort finden sich umfassende Informationen zu den verschiedenen Asbestarten und deren Auswirkungen auf die Gesundheit.