Am 5. April 2026 sorgt die bevorstehende Schließung der Billa-Filiale in der Augasse in Oberpullendorf für große Besorgnis unter den Anwohnern. Der Supermarkt, der für viele Bewohner angrenzender betreuter Wohnungen und des Stadtzentrums ein wichtiger Nahversorger war, wird Ende Mai seine Türen schließen. Trotz einer Petition mit über 1.000 Unterschriften und intensiven Gesprächen mit dem Konzern, blieb der Erhalt des Standorts ohne Erfolg. Bürgermeister Johann Heisz zeigt sich betroffen und betont, dass der Alltag ohne Supermarkt deutlich schwieriger wird.
Die zentrale Lage der Billa-Filiale ermöglichte es insbesondere älteren Menschen, ihre Einkäufe bequem zu Fuß zu erledigen. Heisz, der selbst 35 Jahre in der Filiale arbeitete und zuletzt die Fleischabteilung leitete, erinnert sich an die negative Entwicklung, die mit der Abschaffung der Fleischabteilung begann. Der letzte Austausch mit der REWE-Gruppe, die die Billa-Filiale betreibt, brachte leider kein Umdenken. Die Entscheidung zur Schließung basierte auf wirtschaftlichen Überlegungen, die in der angespannten wirtschaftlichen Lage und einer mehrjährigen Rezession verwurzelt sind.
Bürgermeister Heisz kämpft um den Standort
Bürgermeister Hannes Heisz (ÖVP) betont das aktive Engagement der Stadtgemeinde für den Erhalt des Standortes. Er zeigt sich überrascht von der Entscheidung des Konzerns, nachdem seit mindestens zwei Jahren Gespräche mit der REWE-Gruppe stattgefunden hatten, in denen eine Zusicherung gegeben wurde, dass die Filiale bestehen bleibt. Heisz weist zudem die Kritik zurück, dass die Stadtführung früher hätte handeln müssen. Er sieht sich persönlich mit dem Standort verbunden und plant, die Bevölkerung zur Unterstützung aufzurufen.
Um die Filiale zu retten, wurden bereits Gespräche mit dem Vermieter über mögliche Lösungen initiiert. Die REWE-Gruppe prüft zurzeit die Wirtschaftlichkeit des Standorts und die Entscheidung liegt letztlich beim Konzern, der über rund 1.500 Filialen verfügt und Entscheidungen basierend auf wirtschaftlichen Kennzahlen trifft. Um den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen, wurde eine Unterschriftenliste in der Filiale ausgelegt, und eine digitale Unterstützungsform wird in den kommenden Tagen angekündigt.
Zukunft des Ortskerns
Heisz verweist auf erfolgreiche Petitionen in anderen Städten, wie etwa in Oberwart, und appelliert an die Bevölkerung, die Filiale durch Einkäufe aktiv zu unterstützen. Es sind weitere Gespräche mit der REWE-Führung in den kommenden Wochen geplant. Die Zukunft des Ortskerns könnte durch die Planung von rund 40 neuen Wohnungen, die die Frequenz der Filiale steigern könnten, positiv beeinflusst werden. Dennoch bleibt die Situation angespannt, und die Hoffnung auf den Erhalt der Billa-Filiale als wichtigen Bestandteil der Nahversorgung im Ortszentrum ist groß.
Für weitere Informationen zu diesem Thema und zur laufenden Diskussion um die Schließung der Billa-Filiale in Oberpullendorf, können Sie die vollständigen Berichte unter Mein Bezirk und Radio Mora nachlesen.