Im Bezirk Oberpullendorf hat sich die Einsatzzahl der Feuerwehren im Jahr 2025 auf insgesamt 751 reduziert. Dieser Rückgang ist im Vergleich zu den Vorjahren signifikant, denn 2024 waren es noch 1.047 Einsätze und 2023 sogar 1.172. Die Feuerwehrleute waren vor allem bei 216 Brandeinsätzen und 535 technischen Hilfeleistungen im Einsatz. Während die Brandeinsätze relativ konstant blieben, gab es bei den technischen Einsätzen einen markanten Rückgang. So wurden 2023 noch 957 technische Einsätze verzeichnet, während es 2025 nur noch 535 waren. Das Bezirksfeuerwehrkommando führt diesen Rückgang auf das Fehlen größerer Starkregenereignisse im Jahr 2025 zurück, die in den Vorjahren häufig zu vermehrten Einsätzen geführt hatten. Dies ist ein interessanter Aspekt, der auch in der aktuellen Diskussion um den Klimawandel eine Rolle spielt, denn Extremwetterereignisse haben in den letzten Jahren an Häufigkeit zugenommen.
Die Mitgliederzahlen der aktiven Feuerwehrmitglieder im Bezirk Oberpullendorf bleiben konstant und es gibt sogar einen Aufwärtstrend bei der Feuerwehrjugend und den Kinderfeuerwehren. Michael Mandl, der Pressereferent des Bezirksfeuerwehrkommandos, hebt die Wichtigkeit dieser Entwicklung hervor, da sie zur Sicherung des Ehrenamts beiträgt. Die Feuerwehrmitglieder sind motiviert und gut ausgerüstet, um den bestmöglichen Schutz in ihren Ortschaften zu gewährleisten. Die Herausforderung, die der Klimawandel mit sich bringt, wird vom Bezirksfeuerwehrkommando als zentral angesehen. Zukünftig wird erwartet, dass der Bezirk Oberpullendorf erneut stärker von Starkregenereignissen betroffen sein wird. Daher werden die Aktivitäten in der Starkregenbekämpfung und der Vegetationsbrandbekämpfung intensiviert.
Herausforderungen durch den Klimawandel
Ein Blick über die Grenzen des Bezirks hinaus zeigt, dass auch das Technische Hilfswerk (THW) in Deutschland eine Zunahme seiner Einsätze verzeichnet, die auf Extremwetterereignisse zurückzuführen sind. Präsidentin Sabine Lackner berichtet von einer klaren Zunahme der Einsatzintensität, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Diese Einsätze sind häufig bei Starkregen erforderlich, die immer größere Dimensionen annehmen. Lackner erwartet, dass die Einsatzzahlen in der Zukunft weiter steigen werden. In den letzten Jahren kam es zu zahlreichen Einsätzen des THW, unter anderem bei Hochwassern in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sowie Überflutungen im Saarland und Rheinland-Pfalz.
Wissenschaftler warnen, dass die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen durch den menschengemachten Klimawandel weiter zunehmen werden. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit von Hochwasserschutz, wie es die Flutkatastrophe im Ahrtal vor vier Jahren eindrücklich aufgezeigt hat. Das THW, gegründet 1950, hat sich über die Jahre zu einer wichtigen Institution im Katastrophenschutz entwickelt und besteht aus 669 Ortsverbänden, in denen rund 88.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tätig sind.
Die Zukunft der Feuerwehren und des THW
Das Bezirksfeuerwehrkommando und das THW stehen vor der Herausforderung, sich den veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Die Modernisierung der Ausrüstung sowie die Ausbildung und Spezialisierung der Einsatzkräfte werden zunehmend in den Fokus gerückt. Diese Entwicklungen sind entscheidend, um den zukünftigen Anforderungen gewachsen zu sein und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. In Oberpullendorf und darüber hinaus wird deutlich, dass der Klimawandel nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance bietet, das Ehrenamt und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und des THW weiter zu stärken. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at nachlesen.