In der malerischen Region Oberpullendorf hat die BHAK und BHAS Oberpullendorf als zertifizierte Entrepreneurship-Schule auf Advanced Level einen bemerkenswerten Schritt in der Ausbildung junger Menschen unternommen. Die Schule kooperiert eng mit der Mittelschule Horitschon, um Entrepreneurship Education als Schulentwicklungsprojekt zu implementieren. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen des Berufs- und Alltagslebens vorzubereiten, insbesondere im Hinblick auf digitale Herausforderungen und wirtschaftliche Unsicherheiten. Die Workshops, die vom 3. Jahrgang der BHAK Oberpullendorf für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule gestaltet wurden, vermitteln zentrale Zukunftskompetenzen wie Eigeninitiative, kritisches Denken, Medien- und Finanzkompetenz sowie unternehmerisches Handeln. [Quelle]

Die Inhalte der Workshops sind vielfältig und reichen von Finanzbildung über den kritischen Umgang mit Social Media und Fake News bis hin zu dem Workshop „Ich als Unternehmer:in“. Die Schülerinnen und Schüler der BHAK teilen dabei nicht nur ihr Wissen, sondern gestalten die Einheiten eigenverantwortlich. Die Begleitung der Workshops durch die Wirtschaftspädagoginnen Beate Heinrich, Dagmar Kraly-Stinakovits und Irene Redlbacher sorgt dafür, dass die Inhalte auf hohem Niveau vermittelt werden. Dieses Engagement für die unternehmerische Bildung ist besonders wichtig, da Studien zeigen, dass junge Menschen in Deutschland ein wachsendes Interesse daran haben, die Wirtschaft besser zu verstehen, jedoch die Gründungszahlen nur langsam steigen. Ausbildungsbetriebe berichten von einem Mangel an unternehmerischer Kompetenz bei der jungen Generation.[Quelle]

Die Rolle von Entrepreneurship Education

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Förderung kreativen Denkens und Verantwortung bei jungen Menschen. Entrepreneurship Education ist ein Schlüssel dazu, Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und Teamarbeit zu fördern. Diese Bildung trägt nicht nur zur Innovationskraft und wirtschaftlichen Teilhabe bei, sondern auch zur demokratischen Mitgestaltung. In Deutschland fehlt jedoch eine verbindliche, strategische Verankerung von Entrepreneurship Education im Bildungssystem, was die Notwendigkeit einer nationalen Strategie und einer stärkeren Integration in Lehrpläne verdeutlicht. Ein neues Inspirationspapier bietet Impulse für die strategische Umsetzung von Entrepreneurship Education und bündelt Erkenntnisse aus einer Bildungsreise nach Österreich, wo ein nationaler Aktionsplan und fächerübergreifende Lehrpläne zur Umsetzung existieren.[Quelle]

Ein Blick in die Zukunft

Die Bedeutung von unternehmerischen Kompetenzen wird auch in der aktuellen Forschung hervorgehoben. Eine Studie der Munich Business School mit dem Titel „Teaching Future Competencies Through Entrepreneurship: An Educator’s Reflection and Learners‘ Perspectives“ untersucht den Teaching through Entrepreneurship (TtE)-Ansatz, der kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und Anpassungsfähigkeit bei Studierenden fördert. Die Wirksamkeit des Ansatzes zeigt sich unabhängig vom Studienfach der Studierenden und betont die Rolle der Lehrenden im Lernprozess. Die Integration von Unternehmertum in verschiedene Lehrpläne ist entscheidend, um den Bildungserfordernissen in sich schnell verändernden Bereichen gerecht zu werden. Diese Erkenntnisse sind wertvoll für die moderne Bildung und unterstreichen die Notwendigkeit, in die Ausbildung zukünftiger Generationen verstärkt zu investieren.[Quelle]

Insgesamt zeigt sich, dass die Initiativen in Oberpullendorf nicht nur lokal von Bedeutung sind, sondern auch in den größeren Kontext der Bildungspolitik und der wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland eingebettet werden können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bildungseinrichtungen ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Kompetenzen der jungen Generation zu stärken und sie auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.