In Österreich ist die Arbeitslosigkeit im Jahr 2025 gestiegen, jedoch gibt es im Bezirk Mattersburg positive Nachrichten. Hier blieb die Arbeitslosigkeit konstant oder stieg nur leicht an, was den Bezirk zu einem stabilen Arbeitsmarkt im Burgenland macht. Thomas Hoffmann, Bürgermeister von Schattendorf, und Markus Plattner, Leiter des AMS Mattersburg, haben die Situation analysiert und die enge Kooperation zwischen dem AMS, den Gemeinden und regionalen Unternehmen als Schlüssel zum Erfolg hervorgehoben. Diese Zusammenarbeit scheint Früchte zu tragen, denn die Anzahl der Beschäftigten ab 55 Jahren ist von 7.500 im Jahr 2008 auf über 21.000 im Jahr 2025 gestiegen – ein beeindruckender Zuwachs von 180% (Krone).
Besonders hervorzuheben ist die Einführung der Aktion 55+, die darauf abzielt, ältere Jobsuchende erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dieses Förderprogramm bietet Unternehmen Zuschüsse zu den Lohnkosten, wenn sie Mitarbeiter über 55 Jahre einstellen. Um diese Unterstützung zu erhalten, müssen die Förderungen vor Beginn der Beschäftigung beim AMS beantragt werden. Dank dieser Initiative können Gemeinden beispielsweise kosteneffizient saisonale Arbeiten wie Heckenschneiden und Rasenmähen durchführen.
Herausforderungen für ältere Arbeitsuchende
Trotz der positiven Entwicklungen stehen ältere Personen nach einem Jobverlust vor erheblichen Herausforderungen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit steigt mit zunehmendem Alter, und über 40% der burgenländischen Arbeitslosen ab 55 Jahren sind langzeitbeschäftigungslos. Im Jahr 2025 lag die Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe bei rund 10%, was über dem Schnitt von 7% liegt. Jährlich finden im Burgenland rund 1.800 Personen ab 55 Jahren wieder eine Beschäftigung, während im Bezirk Oberwart im Vorjahr etwa 350 Personen ab 55 Jahren einen Job fanden (AMS).
Das Beschäftigungsprogramm 55+ bietet verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Integration älterer Arbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt. Unternehmen können nicht nur von der Eingliederungsbeihilfe profitieren, sondern auch von der Kombilohnbeihilfe, die vorübergehende Zuschüsse bei Jobs mit geringerem Einkommen bietet. Darüber hinaus umfasst das Programm Beratungsangebote und Qualifizierungsmaßnahmen, um den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Langfristige Perspektiven und Monitoring
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGPK) führt ein halbjährliches Älterenbeschäftigungsmonitoring durch, um aktuelle Daten zur Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote von Personen ab 50 Jahren zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil älterer Personen an der Gesamtbeschäftigung kontinuierlich steigt. Im ersten Halbjahr 2025 sind die Beschäftigungsquoten der Altersgruppe 50 plus im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insbesondere könnten Änderungen wie die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters der Frauen zu einer weiteren Erhöhung der Beschäftigung von Frauen ab 60 Jahren führen (Sozialministerium).
Insgesamt zeigt sich, dass der Bezirk Mattersburg trotz allgemeiner Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt eine positive Entwicklung aufweist. Die Maßnahmen zur Integration älterer Arbeitnehmer und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten könnten als Vorbild für andere Regionen dienen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird, doch die Zeichen stehen auf Fortschritt.





