Heute ist der 12.02.2026 und wir berichten aus Jennersdorf über einen besorgniserregenden Vorfall in Neuhaus am Klausenbach. Dort ereignete sich ein Unfall an der L 256 (Kalcher Landesstraße), bei dem eine 22-jährige Mutter, Anika Tonweber, mit ihrem zwei Wochen alten Baby im Kinderwagen spazieren ging. Ein Pkw berührte den Kinderwagen frontal und beging Fahrerflucht. Glücklicherweise sind Mutter und Kind wohlauf und wurden zwar vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, erlitten jedoch keine Verletzungen.
Dieser Vorfall hat die Anwohner aufgeschreckt und ihre Forderungen nach einem Tempolimit von 70 km/h in der Nähe ihrer Häuser und der Betriebsausfahrten erneut laut werden lassen. Seit 1990 setzen sich die Anwohner für eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit ein, wobei die aktuelle Geschwindigkeitsbeschränkung am Ortsende bei 50 km/h liegt und danach auf 100 km/h ansteigt. Die Bezirkshauptmannschaft prüft nun das Anliegen erneut, nachdem eine Verkehrsbegehung im Jahr 2018 zu dem Ergebnis kam, dass keine Geschwindigkeitsbeschränkung erforderlich sei. Diese Entscheidung steht nun zur Diskussion, insbesondere nach den jüngsten Ereignissen.
Infrastruktur und Sicherheitsbedenken
Die L 256 ist eine rund vier Kilometer lange, schnurgerade Straße, die durch Neuhaus am Klausenbach führt. An der Strecke befinden sich drei landwirtschaftliche Anwesen, die von drei Familien mit insgesamt neun Kindern bewohnt werden. Ein großes Problem stellt die fehlende Infrastruktur dar: Es gibt keine Geh- oder Radwege, sondern nur einen schmalen Randstreifen entlang der Fahrbahn. Zudem ist eine Bushaltestelle in der Nähe nicht vorhanden, was dazu führt, dass Kinder ihren Schulweg nicht eigenständig bewältigen können.
Die Anwohner äußern sich besorgt über die Sicherheit der Verkehrsbedingungen. Trotz der Abwesenheit relevanter Unfallhäufungen, die von Behörden festgestellt wurden, bleibt die Frage, ob es schwerer Unfälle bedarf, bevor Maßnahmen ergriffen werden. Ein weiterer Vorfall, bei dem der Kinderwagen der Mutter beschädigt wurde, hat die Diskussion um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich neu entfacht und verdeutlicht die Dringlichkeit von Veränderungen.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Aktuell laufen Maßnahmen zur Verkehrszählung, bei denen der V85-Wert ermittelt wird, um die Straßenbreite, Sichtweiten und die Unfalllage zu prüfen. Die Anwohner fordern mehr Sicherheit und wünschen sich keine Sonderbehandlungen, sondern gerechte Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer. Die Situation in Neuhaus am Klausenbach zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit von Fußgängern und insbesondere von Kindern zu gewährleisten.
Für weitere Informationen zu diesem Thema und um die Entwicklungen zu verfolgen, besuchen Sie bitte die Quellen: Kleine Zeitung und Mein Bezirk.