Im Burgenland hat sich in der gynäkologischen Versorgung der Region einiges getan. Seit der Eröffnung des Ambulatoriums in Güssing im Dezember 2024 wurden bereits rund 6.200 Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt. Dieses neue Angebot schließt eine bedeutende Lücke in der gynäkologischen Kassenversorgung im Südburgenland. Zuvor war die Facharztstelle in der Region mehr als ein Jahr unbesetzt, was zu langen Wartezeiten und einem Mangel an medizinischer Betreuung führte. Der Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bezeichnete die Einrichtung als Lösung für langjährige Versorgungsprobleme. Die Notwendigkeit öffentlicher Alternativen wird immer deutlicher, da unbesetzte Kassenstellen und die hohen Kosten von Wahlarztbesuchen für viele Frauen eine Hürde darstellen.

Das Ambulatorium wird vom Gesundheitsservice Burgenland betrieben und verfolgt eine langfristige Strategie zur Verbesserung der gynäkologischen Versorgung. Ab 2025 wird die Gynäkologin Irisz Balint den regulären Ordinationsbetrieb leiten, während Dieter Pietsch seit Juli 2025 das Team verstärkt. Die enge Vernetzung mit den Kliniken der Gesundheit Burgenland soll eine umfassende medizinische Betreuung sicherstellen, insbesondere bei akuten gynäkologischen Beschwerden. Das Leistungsangebot umfasst Vorsorge- und Routineuntersuchungen sowie den Eltern-Kind-Pass.

Ein breites Spektrum an Behandlungsangeboten

Die Entwicklungen im Burgenland stehen nicht allein. In Deutschland gibt es ebenfalls eine Vielzahl von speziellen Behandlungsangeboten für gynäkologische und urologische Erkrankungen, die ohne zusätzliche Kosten wahrgenommen werden können. So werden beispielsweise ambulante gynäkologische Eingriffe in Städten wie Berlin, Hamburg und Köln angeboten. In Schleswig-Holstein findet die qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik (QuaMaDi) statt, während in Dachau eine schonende Entfernung von Gebärmuttermyomen mittels MRgFUS durchgeführt wird. Diese Vielfalt an Angeboten zeigt, dass die gesundheitliche Versorgung von Frauen zunehmend in den Fokus rückt.

Ein weiterer Aspekt, der die gynäkologische Versorgung betrifft, ist der GBE-Bericht „Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland“, der 2020 veröffentlicht wurde. Dieser Bericht enthält umfassende Informationen zum Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland. Besonders interessant ist, dass die Broschüre, die am 7. März 2023 veröffentlicht wurde, auch neue Daten zur Gesundheit von Frauen während der Corona-Pandemie aufbereitet hat. Die Onlineversion der Broschüre bietet zudem Links zu den relevanten Kapiteln im umfassenden Bericht, was den Zugang zu aktuellen Informationen erleichtert.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl im Burgenland als auch in Deutschland ein wachsender Bedarf an gynäkologischen Leistungen besteht. Die Umsetzung von neuen Einrichtungen und die Verbesserung des bestehenden Angebots sind wichtige Schritte zur Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Versorgung für Frauen. Um mehr über die Entwicklungen in der Region zu erfahren, können Sie die detaillierten Informationen auf kurier.at nachlesen. Für umfassendere Einblicke in die gynäkologische Versorgung in Deutschland lohnt sich ein Blick auf die Techniker Krankenkasse und den Robert Koch-Institut.