Im malerischen Kukmirn, einem der Hauptanbaugebiete für Erdbeeren im Südburgenland, flackern nicht nur die Erdbeerfelder im Sonnenlicht, sondern auch die Sorgen der Landwirte. Seit einigen Wochen ist die Erdbeerernte, die für viele als zarte und vergängliche Köstlichkeit gilt, in vollem Gange. Doch die Freude könnte durch die Wetterkapriolen, insbesondere vergangenes Hagelunwetter Anfang Mai 2023, getrübt werden. Die betroffenen Erdbeerbauern haben massive Schäden erlitten, die sich auf ihre Ernte und damit auf ihre wirtschaftliche Lage auswirken. Laut burgenland.orf.at herrscht große Besorgnis um die Obsternte, die durch Hagelschnitte gefährdet ist.
Erdbeeren werden nicht nur für schmackhafte Kuchen und Torten verwendet, sondern auch für Joghurts, Marmeladen und Chutneys. Damit die süßen Früchtchen jedoch geschätzt werden können, ist die richtige Lagerung und ein zeitnaher Verzehr unerlässlich. Und bei all dem Aufwand, der mit dem Anbau verbunden ist – gerade in einem Jahr, in dem die Wetterbedingungen weniger gnädig sind – bleibt die Frage: Wie können die Bauern ihre Ernte vor den Launen der Natur schützen?
Die Herausforderungen der Erdbeerbauern
Die Situation für die Obstbauern im Burgenland ist angespannt, denn viele befürchten Ernteausfälle und somit auch wirtschaftliche Einbußen. Die Schäden durch Hagel sind oft nicht sofort abzuschätzen, aber sie können massive finanzielle Verluste mit sich bringen. Um dies zu verhindern, setzen mehr und mehr Betriebe auf Hagelschutznetze, die nicht nur vor Hagel, sondern auch vor Starkregen und übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen, wie auf landwirtschaft.de betont wird.
In Kukmirn wird diesem Ansatz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Erdbeerbauern nutzen diese Netze zunehmend, um das Risiko von Ernteausfällen zu minimieren. Die Vorgehensweise ist dabei klar: Nach der Blüte werden die Netze gespannt und erst nach der Ernte wieder entfernt. Dieser zusätzliche Schutz hat sich in den letzten Jahren als unverzichtbar erwiesen, insbesondere da die Intensität und Häufigkeit von Hagelschäden durch den Klimawandel zugenommen hat.
Ein Blick auf die Erdbeersaison
Die Erdbeerernte in Kukmirn erstreckt sich je nach Witterungsverhältnissen über etwa sechs bis sieben Wochen. Aktuell wird der Erdbeeranbau auf rund 70 Hektar geschätzt, was einer jährlichen Pro-Kopf-Norm von 3,6 Kilogramm Erdbeeren in Österreich entspricht. Umso mehr liegt den Erzeugern daran, ihre Früchtchen zu schützen und zu vermarkten, bevor das Wetter ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.
Die Kombination aus liebevoller Pflege der Pflanzen und dem Einsatz moderner Technologien zeigt, wie hart die Erdbeerbauern im Burgenland arbeiten. Doch die Sorgen um die Jahresernte sind nie weit. Die Herausforderungen werden größer, und auch die Abhängigkeit vom Wetter wird immer spürbarer. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass sich die Erdbeerernte in Kukmirn auch dieses Jahr wieder als süßer Gaumenschmaus entpuppt.