Am Donnerstagabend ereignete sich im Burgenland ein tragisches Ereignis, das die lokale Gemeinschaft erschütterte. Eine 83-jährige Frau verlor ihr Leben bei einem Brand in einem Wohnhaus in Loretto, Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Die Feuerwehr wurde gegen 22.45 Uhr alarmiert, nachdem ein Nachbar das Feuer entdeckte. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war es bereits zu einem teilweisen Einsturz des Daches und der Zwischendecke gekommen. Leider bestätigte der Sohn der Hausbesitzerin, dass sich seine Mutter noch im Gebäude befand. Die Frau wurde später tot im Haus aufgefunden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bis etwa 3.30 Uhr in die Länge, und insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache sind im Gange, wie die Landespolizeidirektion Burgenland mitteilte. Das Einfamilienhaus wurde komplett zerstört, während angrenzende Gebäude unbeschädigt blieben. Weitere Details zu diesem Vorfall können auf der Webseite von Puls24 nachgelesen werden.
Brandrisiken und Statistiken in Deutschland
Brände in Wohngebäuden sind ein ernstzunehmendes Risiko, das nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland von Bedeutung ist. Die vfdb-Brandschadenstatistik dient der Risikobewertung von Gebäudebränden und wurde vor über einem Jahrzehnt ins Leben gerufen. Diese umfassende Datensammlung hat das Ziel, fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Sie vereint Daten von verschiedenen Institutionen, darunter die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung (IfS) und die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).
In der Zeit von 2013 bis 2017 wurden über 5.000 Gebäudebrandeinsätze erfasst. Besonders alarmierend ist, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände sind. In Wohngebäuden machen sie sogar fast die Hälfte aller Brände aus. Zudem ereignen sich 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss. Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass Brände zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ein größeres Schadenausmaß verursachen, obwohl sie seltener auftreten.
Herausforderungen und Entwicklungen im Brandschutz
Die vfdb hat erkannt, dass es im Bereich des Holzbaus spezifische Herausforderungen gibt, wie eine fortgeschrittenere Brandausbreitung und einen höheren Löschwasserbedarf im Brandfall. Um den sich wandelnden Risiken Rechnung zu tragen, wurde der Erfassungsbogen zur vfdb-Brandschadenstatistik modernisiert und berücksichtigt nun auch neue Brandrisiken wie Elektromobilität. Eine webbasierte Erfassung wurde implementiert, die auf Smartphones, Tablets und PCs zugänglich ist. Die vfdb ruft Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um den Datensatz zu erweitern. Dabei ist der Aufwand für die Feuerwehrleute überschaubar: Durchschnittlich zwei Minuten pro Gebäudebrandeinsatz sind notwendig, um zur Datenerfassung beizutragen.
Die tragischen Ereignisse im Burgenland verdeutlichen die anhaltende Relevanz von Brandschutz und der entsprechenden Datenerhebung. Eine höhere Anzahl erfasster Fälle kann wertvolle Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz liefern und somit dazu beitragen, zukünftige Brandereignisse zu minimieren. Die Herausforderungen, die mit modernen Baustilen und Materialien einhergehen, erfordern ständige Anpassung und Weiterbildung im Bereich des Brandschutzes.