Die Faschingssaison ist in vollem Gange, und in Eisenstadt wird das alljährliche Fest mit einem besonderen Leckerbissen gefeiert: den Krapfen. Die Bäckerei Altdorfer, die 2023 ihr 280-jähriges Bestehen feiert, ist dabei führend in der Region. Jährlich produziert das Unternehmen rund 80.000 Krapfen, wobei an normalen Tagen etwa 800 Stück gebacken werden. Am Höhepunkt, dem Faschingsdienstag, steigert sich die Produktion auf das Zehnfache. Diese Krapfen werden ausschließlich in Altdorfer-Filialen und im „Alten Backhaus“ verkauft, und die beliebteste Sorte ist der klassische Marillenkrapfen, gefolgt von Nougat, Vanille und Powidl. Für alle, die auf tierische Produkte verzichten möchten, gibt es punktuell vegane Krapfen, insbesondere am Faschingsdienstag. Die Marmelade für die Füllung stammt ausschließlich aus Österreich und wird im Haus mit Rum verfeinert, was dem Genuss die besondere Note verleiht. Wie die Bäckerei sicherstellt, dass die Krapfen gleichbleibend gute Qualität haben? Durch den Einsatz automatisierter Geräte, die den Backprozess unterstützen und für die perfekte Konsistenz sorgen.
Ein perfekter Krapfen sollte flaumig, süß (aber nicht zu süß) und sauber ausgebacken sein. Wichtige Faktoren beim Krapfenbacken sind die richtige Gärung des Teigs und die Bildung einer feinen „Haut“, die das typische Aussehen der Krapfen prägt. Wer sich selbst an die Herstellung wagen möchte, für den sind die Krapfen relativ einfach zu machen, erfordern jedoch einige wichtige Schritte. Der Germteig muss gut geschlagen werden und Zeit zum Ruhen und Aufgehen benötigen. Das Backen selbst erfolgt idealerweise bei einer Temperatur von 160 bis 170 Grad, während die Krapfen mit der aufgegangenen Oberseite nach unten ins Fett gelegt werden, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Die Kunst des Krapfenbackens
Bei der Zubereitung der Krapfen gibt es zwei gängige Methoden: das „Schleifen“, bei dem Teig in Portionsstücke geteilt und zu Kugeln gerollt werden, oder das Ausstechen von zwei Teigscheiben, die anschließend mit Marmelade zusammengesetzt werden. Die Zutatenliste für diese köstlichen Krapfen umfasst unter anderem 500 g Mehl, 40 g Germ, 4 Dotter, 2 Eier und einen Schuss Rum, der für Auftrieb und Aroma sorgt. Nach dem Kneten muss der Teig an einem warmen Ort ruhen, bevor er weiterverarbeitet wird.
Die Geschichte der Faschingskrapfen reicht bis ins Mittelalter zurück, als sie eine süße Belohnung darstellten, um Vorräte aufzubrauchen und die Menschen vor der Fastenzeit zu schlemmen. Diese runden, frittierten Teigbällchen sind nicht nur während der Faschingszeit ein Hit, sondern auch Teil der Tradition, die mit Bräuchen und Ritualen verbunden ist. So finden sich in vielen Gegenden Sitten, die das Teilen und Verschenken von Krapfen umfassen, oder das Finden eines Senfkerns, was bedeutet, dass man den nächsten Krapfen spendieren muss. Im Herzen von Eisenstadt, wo die Bäckerei Altdorfer einen festen Platz hat, werden die Krapfen zu einem Symbol für die Rückkehr von Sonne und Licht in der dunklen Jahreszeit.
Fazit: Krapfen als Tradition und Genuss
Insgesamt sind Faschingskrapfen mehr als nur ein süßes Gebäck; sie sind ein Stück Kultur und Tradition, das in der österreichischen Gesellschaft tief verwurzelt ist. Ob selbstgemacht oder aus der Bäckerei Altdorfer, sie sind ein Muss während der Faschingszeit und ein wahrer Gaumenschmaus. Wer sich für die Herstellung interessiert, findet eine Vielzahl an Rezepten und Methoden, um diese köstliche Süßigkeit selbst zu kreieren. Mit den richtigen Zutaten und etwas Geduld kann jeder Krapfenliebhaber in die Fußstapfen der Meisterbäcker treten und die köstlichen Krapfen selbst genießen.
Für weitere Informationen und Rezepte zu Krapfen, besuchen Sie die Seiten von MeinBezirk und Bauernladen. Für einen tieferen Einblick in die Kultur und Tradition hinter den Krapfen, lesen Sie auch den Artikel auf Puls24.