Die Bevölkerungsentwicklung im Burgenland ist mehr als nur eine Zahl; sie spiegelt die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in der Region wider. Im Jahr 2025 verzeichnete Burgenland einen Rückgang der Einwohnerzahl um 116 Personen (0,04 %) auf insgesamt 301.674 Menschen. Dies macht Burgenland zum einzigen Bundesland in Österreich, das einen solchen Rückgang erlebt, während die österreichische Bevölkerung insgesamt um rund 21.900 Personen auf 9,22 Millionen wuchs. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Zahlen und was sie für die Zukunft des Burgenlandes bedeuten könnten.

Der Rückgang der Bevölkerung im Burgenland ist nicht isoliert zu betrachten. Während Wien mit einem Zuwachs von 0,7 % die stärkste Wachstumsrate aufwies, verzeichneten auch andere Bundesländer wie Tirol, Salzburg sowie Nieder- und Oberösterreich Zuwächse. In der Steiermark und Kärnten blieb die Bevölkerungszahl stabil. Im Burgenland gab es jedoch unterschiedliche Entwicklungen: Während die Bevölkerung im Nordburgenland um 198 Personen auf 166.003 wuchs, sank sie im Mittelburgenland um 122 Personen auf 37.622. Im Südburgenland lebten zu Jahresbeginn 2026 nur noch 98.049 Menschen, was einen Rückgang um 192 Personen darstellt. Diese regionalen Unterschiede zeigen, dass nicht alle Teile des Burgenlandes gleichermaßen betroffen sind.

Ein Blick auf die Statistiken

Die Daten zur Bevölkerungsentwicklung im Burgenland von 2014 bis 2024 werden von Statistik Austria bereitgestellt und zeigen, dass der Rückgang nicht neu ist. Die Veränderungen im Burgenland sind über die Jahre hinweg messbar, wobei die Daten eine kontinuierliche Entwicklung der Bevölkerung darstellen. Die letzte Veröffentlichung zu diesen Statistiken datiert auf den 25. Mai 2025, und Zugriff auf die Daten war bis zum 09. Februar 2026 möglich.

Zusätzlich ist zu beachten, dass Burgenland mit nur 11,7 % den geringsten Anteil an ausländischen Staatsbürgern in Österreich hat, während der nationale Durchschnitt bei 20,5 % liegt. Diese Zahlen könnten eine Rolle bei der demografischen Entwicklung spielen, da sie auf eine geringere Diversität hinweisen, die möglicherweise auch Auswirkungen auf die Attraktivität der Region für Zuwanderer hat.

Prognosen und Ausblick

Die Bevölkerungsprognosen für Österreich, die auf dem Mikrosimulationsmodell STATSIM basieren, zeigen unterschiedliche Szenarien für die künftige Entwicklung auf. Diese Szenarien berücksichtigen Annahmen zu Fertilität, Mortalität und Migration, um ein umfassendes Bild der demografischen Veränderungen zu liefern. Die Ergebnisse sind online auf der Seite von Statistik Austria zugänglich.

Das Burgenland steht also vor der Herausforderung, seine demografischen Trends zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung zu stabilisieren oder sogar zu erhöhen. Eine proaktive Herangehensweise könnte dabei helfen, die Lebensqualität zu steigern und die Region für zukünftige Generationen attraktiv zu gestalten.