Das Burgenland steht vor einer spannenden Neuerung: Das Land plant eine umfassende Strategie zur Förderung des Zufußgehens im Alltag. Diese Initiative, die auf dem Masterplan „Burgenland zu Fuß“ basiert, zielt darauf ab, die Burgenländer zu motivieren, mehr Wege zu Fuß zurückzulegen. Laut dem Infrastrukturministerium gehen bereits 72,3 % der Burgenländer täglich mindestens fünf Minuten zu Fuß, wobei 62,3 % dies mit Freude tun. Diese Zahlen liegen jedoch unter dem österreichischen Durchschnitt, was den Handlungsbedarf verdeutlicht.

Ein zentrales Ziel dieser Strategie ist es, die Anzahl der Fußgänger zu erhöhen und die Dauer des Zufußgehens zu steigern. Angesichts der Tatsache, dass das Burgenland die höchste Pkw-Dichte in Österreich mit 692 Pkw pro 1.000 Einwohner aufweist, ist dies ein notwendiger Schritt. Die Pkw-Dichte variiert innerhalb des Bundeslandes, mit etwa 650 pro 1.000 Einwohner im Bezirk Neusiedl am See und über 720 im Bezirk Güssing. Der Masterplan sieht vor, die Sicherheit, Erreichbarkeit, den Komfort und die Zufriedenheit beim Gehen zu verbessern. Gehen wird nicht nur als wichtig für die Gesundheit, sondern auch für den Klimaschutz angesehen.

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Maßnahmen und Aktionen für mehr Fußverkehr

Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Aktionen und Kampagnen „Burgenland zu Fuß“ sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Ärzten. Gemeinden erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von Schulwegprojekten, Fußverkehrskonzepten, der Schaffung von Fußgänger- und Begegnungszonen sowie bei der klimafitten Straßengestaltung. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die fußläufige Erreichbarkeit von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel gelegt.

Die angestrebten Maßnahmen sollen dazu führen, dass mehr Menschen regelmäßig und gerne zu Fuß gehen, sich dabei sicher fühlen und ihre Alltagsziele gut erreichen können. Auch die Verbesserung der barrierefreien Infrastruktur und eine positive Wahrnehmung des Gehens stehen im Fokus. Medizinisch betrachtet bringt regelmäßiges Gehen eine Vielzahl an Vorteilen mit sich: Es steigert das Wohlbefinden, verbessert die Stressresilienz und die Fitness, reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie bestimmte Krebs- und Demenzarten.

Umwelt- und Gesundheitsvorteile des Gehens

Im Rahmen der Initiative „Burgenland zu Fuß“, die Teil der bundesweiten Bewegung „Österreich zu Fuß“ ist, wird das Gehen als eine der ältesten und nachhaltigsten Fortbewegungsarten hervorgehoben. Zu den Vorteilen des Fußverkehrs gehören eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes, weniger Lärm und Luftverschmutzung in den Städten sowie die ressourcenschonende Fortbewegung ohne Emissionen. Zudem fördert das Zufußgehen soziale Interaktionen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl, während es auch lokale Geschäfte unterstützt.

Gehen verbessert die Lebensqualität, indem es für alle Altersgruppen und körperlichen Verfassungen zugänglich ist. Es bietet die Gelegenheit, die Umgebung besser kennenzulernen und fördert Achtsamkeit sowie Entschleunigung. Tipps für mehr Gehfreude im Alltag beinhalten das Nutzen kurzer Strecken zu Fuß, regelmäßige Spaziergänge, das Tragen bequemer Schuhe und die Nutzung von Treppen anstelle von Aufzügen.

Ausblick auf zukünftige Aktionen

Die nächsten Aktionen sind bereits für den 27. April, dem zweiten österreichischen Tag des Zu-Fuß-Gehens, geplant. Diese Initiative wird nicht nur den Fußverkehr im Burgenland stärken, sondern auch dazu beitragen, ein Bewusstsein für die gesundheitlichen und ökologischen Vorteile des Gehens zu schaffen. In Deutschland zeigt sich, dass über 80 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gerne zu Fuß gehen und fast jeder dritte Weg zu Fuß zurückgelegt wird. Auch hier wird der Fußverkehr als wichtiger Bestandteil der modernen Mobilität anerkannt, was die Relevanz dieser Maßnahmen unterstreicht.

Durch die Förderung einer fußgängerfreundlichen Umgebung sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Zufußgehen wird das Burgenland nicht nur einen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Gesundheit machen, sondern auch die Lebensqualität seiner Bürger erhöhen. Weitere Informationen zu diesen Initiativen finden Sie in den Quellen: Kurier, b-mobil und Mobilitätsforum.